Vermittlungsverfahren kann Aufschub bringen
Falsch Beratene müssen Fristen beachten

Wenn Anleger von ihrer Bank Schadenersatz wegen vermeintlich falscher Anlageberatung haben wollen, müssen sie dabei die Verjährungsfrist im Auge behalten.

HB FRANKFURT. Wie die ING-DiBa erläutert, verjähren Schadenersatzansprüche nach dem Wertpapierhandelsgesetz bereits nach drei Jahren. Maßgeblich für den Beginn der Frist sei der Zeitpunkt, an dem der Anspruch entstanden sei. Dies sei in der Regel der Termin der Falschberatung.

Da Anleger oft erst nach geraumer Zeit überhaupt feststellen können, ob ein Anlagetipp falsch war, ist der Blick auf die Verjährung besonders wichtig. Einen möglichen Aufschub gibt es laut ING-DiBa, wenn beim Ombudsmann der Bankenverbände ein außergerichtliches Schlichtungsverfahren eingeleitet wird. Es sollte aber auf jeden Fall zuvor geklärt werden, ob wirklich eine Hemmung der Verjährung durch das Verfahren eintritt und für wie lange.

"Doch die Hoffnung auf ein faires Kreditinstitut sollten Kunden nicht aufgeben", hieß es weiter. Am einfachsten wäre es nämlich, wenn das Institut schriftlich auf die so genannte Einrede der Verjährung verzichte, bis der Sachverhalt rund um die Beratung aufgeklärt sei. Gebe es keine Einigung, könnten dann immer noch die Richter das letzte Wort haben.

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