Was sich Prominente für 2014 wünschen
„Die Zeit ist reif, das Jammern zu reduzieren“

Reinhold Messner plädiert für Optimismus. Er ist einer von 23 Größen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, die Handelsblatt Online Wünsche nennen. Ryanair-Chef Michael O'Leary will, dass Deutschland von Irland lernt.
  • 15

DüsseldorfMehr Sport, gesünder essen, mit dem Rauchen aufhören und abnehmen: Ein neues Jahr dient nicht nur gut für gute Vorsätze, sondern ist gleichzeitig auch eine gute Gelegenheit, um gesellschaftlich nach vorne zu blicken. Ein neues Jahr bietet für viele Menschen auch Anlass für Veränderungen und neue Chancen – es ist viel mehr, als nur ein Wechsel in der Jahreszahl.

Wofür ist es an der Zeit? Welche Veränderungen braucht unsere Gesellschaft? Was würden Sie sich wünschen? Das haben wir Vertreter aus Politik und Wirtschaft gefragt. Lesen hier ihre spannenden und auch nachdenklichen Antworten.

Martin Wehrle, Karriereberater und Autor: „Die Zeit ist reif für einen Führerschein für Führungskräfte. Wer in Deutschland ein Auto führen will, braucht einen Führerschein. Aber wer 200 Mitarbeiter führen will, braucht nur: 200 Mitarbeiter. Das ist eine Zumutung, nicht nur für die Mitarbeiter, auch für die frisch Beförderten. Der Führerschein-Kurs sollte Menschenführung als Humanwissenschaft lehren und jedem angehenden Chef seine Verantwortung bewusst machen und das Führungshandwerk beibringen – Praktikum in der Burn-out-Klinik inklusive. Auf dass die Menschenführung nicht so oft in den Graben fährt!“

Thomas Sattelberger, Initiative Neue Qualität der Arbeit und ehemaliger Telekom-Personalvorstand: „Die Zeit ist reif für mehr Souveränität und Demokratie in Unternehmen. Menschen verlangen eben nicht nur nach mehr Wertschätzung in der Arbeitswelt, sondern sie fordern Teilhabe an Entscheidungsprozessen und Mitsprache: bei Ort, Zeit und Inhalt der Arbeit sowie Art der Führung. Damit hinterfragen sie Steuerungsmechanismen und Machtmodelle, die wir Führungsgeneration für Führungsgeneration „vererbt“ und perfektioniert haben.

Menschen gehen heute mit anderen Einstellungen und Bedürfnissen ihrer Arbeit nach. Und dazu haben sie allen Grund: Gemessene und gefühlte Führungsqualität in Deutschland ist im europäischen und internationalen Vergleich weit unterdurchschnittlich. Vor diesem Hintergrund müssen Unternehmen umdenken: Führungsbeziehungen müssen auf Augenhöhe stattfinden, Menschenführung muss demokratischer und vielfältiger werden. Die betroffenen Menschen werden zukünftig über die Qualität von Führung abstimmen, sie werden Führungskräfte wählen – und auch wieder abwählen und nicht nur konsequenzenlos Mitarbeiterbefragungen ausfüllen. Die Führungsaufgabe wird damit befristet und konditioniert. Führung wird erworben, nicht von oben verliehen. Dafür ist ein neues, eigentlich seit Jahrzehnten bekanntes und gefordertes Rollenverständnis erforderlich: Führung wird zum Coaching auf Zeit und bei Bedarf. Führungskräfte reflektieren ihr eigenes Verhalten, teilen Verantwortung – und aus abhängig beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden „Unternehmensbürgerinnen und -bürger“.

Lothar Seiwert, Keynote-Speaker und Bestsellerautor: „Die Zeit ist reif für mehr Balance im Leben. Hektik bestimmt unseren Alltag; die Herausforderungen im Beruf nehmen zu. Wir müssen immer und überall erreichbar sein – oder glauben es zumindest. Kaum noch nehmen wir uns Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Wir machen uns zu wenig bewusst, dass Zeit – neben der Gesundheit – das kostbarste Gut in unserem Leben ist. Loslassen fällt uns schwer und wir vergessen, uns auf das Wesentliche zu fokussieren. Wenn wir dieses Ziel erreichen wollen, müssen wir im neuen Jahr lernen – egal ob im Privaten oder im Berufsleben – zu bestimmen, was für uns wichtig ist. Nur dann kann ein selbstbestimmtes und letztendlich auch rundum glückliches Leben gelingen.“

Kommentare zu " Was sich Prominente für 2014 wünschen: „Die Zeit ist reif, das Jammern zu reduzieren“"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • genau, von diesen Ge"leer"ten ist nichts Konstruktives dabei. Ist doch seit Jahren so, jeder spricht und was passiert? Einfach wäre doch die Konten aller offenzulegen, dann erkennt jeder, wie die tollen Spezialisten ihr Geld wirklich machen. Diese Forderungen sind schon längst in Buchform erschienen: Spielgeld-ein neues Wirtschaftssystem. Das lag auch schon verschiedenen Magazinen vor. Doch wer hat nur eine Zeile veröffentlicht?
    Über das Geld kommt die Erkenntnis. Transparenz ist der Schlüssel für längst notwendige Veränderungen.

  • Wenn dann ist die Zeit reif für den nächsten Minsky Moment!
    Die Zockerei auf Margin Debt an der Nyse übertrifft bereits die Höchstände des letzten Crashs.

  • @el Sapo

    "Im übrigen wird die Politik die Macht über das Geld nicht freiwillig aufgebenl"

    Seit wann hat denn die Politik die Macht über das Geld?

    Privatbanken bzw. deren Eigentümer haben das GELDMONOPOL und schaffen Schuldgeld ( per Kredit ) aus dem NICHTS und verschulden bzw. versklaven damit die ganze Menschheit!

    Jeder Euro/Dollar/Yen der im Umlauf ist, wurde den Staaten, Unternehmen und Menschen nur geliehen, und muss + Zinsen an die int. Bankster zurückgezahlt werden!

    Alle Politikschauspieler sind nur Marionetten der int. Bankster!

    Eine Politikmarionette die selbständig handelt bzw. die Fäden durchtrennen, droht das gleiche Schicksal wie Kennedy!

    Präsident Kennedy unterzeichnete am 4. Juni 1963 ein präsidiales Dokument die"executive order number 11110" (Sein Todesurteil). Dieser präsidiale Beschluss ermächtigte den Präsidenten der Vereinigten Staaten, die Herstellung von Geld wieder in die Gewalt des Staates zurückzubringen!

    Weg vom Schuldgeld der privaten FED die damit die ganze Welt verschuldet/versklavt!

    Nur 5 Monate nach der Unterzeichnung wurde Kennedy ermordet!

    Die (noch am selben Mordtag!) erste Amtshandlung seines Nachfolgers, des vorherigen Vize-Präsidenten und Hochgrad-Freimaurers (32. Grad) Lyndon Baines Johnson, eines skrupellosen, hoch kriminellen Hochfinanz-Handlangers, war es, Kennedys präsidialen Beschluss wieder aufzuheben, die bereits ausgegebenen Scheine wieder einziehen und mit den schon gedruckten einstampfen zu lassen.

    Ist das der Grund, warum sich kein Politiker traut die wahre Ursache unserer Probleme jemals anzugehen: nämlich das verzinste Schuldgeldsystem der Privatbanken?

    Warum erfahren wir in den gleichgeschalteten Massenmedien nichts über das Schuldgeldsystem der Bankster?

    Wer steht hinter den gleichgeschalteten Massenmedien?

    Die Zeit ist reif!!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%