Weltspitze
Wie Sie in Russland Erfolg haben

Handelsblatt.com bietet Ihnen mit der neuen Serie „Weltspitze – wie Deutsche international Erfolg haben“ praktische Hilfe: Jeden Montag präsentiert der Personalberater und Buchautor Sergey Frank eine Kolumne zu dem Thema, wie sich Unternehmer am besten im Ausland verhalten sollten. Heute geht es über Russland und was man im größten Land der Erde alles beachten muss.

Russland ist ein Land, welches in den letzten Jahren immense Investitionen aus anderen Staaten erlebte und gehört in die Reihe der aufstrebenden BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China. Die Finanzkrise hat Russland zum Teil härter getroffen als manche anderen Länder. Das Banksystem ist die Achillesferse der russischen Wirtschaft und daher anfällig. Der wachsende staatliche Einfluss wird das Problem des Finanzsektors langfristig nicht lösen können. Der starke Rubel macht der Realwirtschaft das Leben schwer. Ein niedriger Energiepreis schließlich lässt die Quelle des Booms der vergangenen Jahre versiegen. In der Krise zeigt sich, dass Russland noch kein wirtschaftlich sehr stabiles Land ist.

Dennoch bietet das Land ein Potential, das höher ist als das aller anderen Staaten Mittel- und Osteuropas. Von den Bodenschätzen über die gut ausgebildeten Arbeitskräfte bis hin zum enormen Infrastrukturbedarf bietet das Land gerade für deutsche und österreichische Investoren hervorragende Ausgangsbedingungen.

Die traditionelle Nähe Russland zu Deutschland und Österreich, verstärkt noch durch die große Zahl russischsprachiger Menschen in beiden Ländern, gibt Investoren aus beiden Ländern einen Vorsprung gegenüber allen anderen Wettbewerbern. Und bei aller Fremdheit des Landes ist Russland immer noch um ein Vielfaches näher als andere Zukunftsmärkte wie Indien, China oder Brasilien – geographisch aber auch mental.

Erfolgsfaktoren im Russlandgeschäft

Beim Blick auf deutsche Investitionen in Russland kommen einem große Erfolge ebenso in den Sinn wie Beispiele grandiosen Scheiterns. Der russische Markt bietet große Chancen, hält aber auch zahlreiche Fallstricke bereit.

Leider ist das Russlandbild in den Medien oft sehr einseitig und zwar in beiden Richtungen. Da gibt es diejenigen, die Russland immer noch als Hort des Bösen sehen und von dem Land nichts Gutes erwarten. Dabei werden die unbestreitbar vorhandenen Schwierigkeiten oft zu sehr in den Vordergrund gerückt und positive Entwicklungen ausgeblendet. Die Gegenposition sieht Russland nach wie vor als positiven Gegenentwurf zu den USA. Sie bringt viel Verständnis für das Land und seine Probleme auf, neigt aber dazu, die negativen Aspekte zu übersehen.

Beide Positionen wechseln sich auch ab. So brachten (und bringen) die Deutschen Gorbatschow eine Verehrung entgegen, die in Russland nicht geteilt wird. Während man in den 90er Jahren im Chaos der Transformation die positiven Entwicklungen übersah, wurde der wirtschaftliche Aufschwung seit 1998 zum Teile zu euphorisch gesehen. Als Russland zum Jahreswechsel 2006/2007 wieder den wirtschaftlichen Stand von 1990 erreicht hatte, sah mancher schon wieder Anlass, das Land als wirtschaftliche Bedrohung zu empfinden. In den Monaten nach dem Georgienkonflikt überwiegen die negativen Aspekte, während die Zusammenarbeit in der Finanzkrise positiv bewertet wird.

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