Zweite Reihe stärker
Dax-Konzerne haben in Asien Nachholbedarf

Still aber stetig steigern deutsche Unternehmen ihre Umsätze in Asien. Doch eine Handelsblatt-Analyse zeigt: Gerade Dax-Konzerne haben noch Nachholbedarf. Die zweite Reihe der Deutschland AG dagegen zeigt, wie es geht.
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DüsseldorfChina und die Schwellenländer gelten in der deutschen Wirtschaft als die wichtigsten Märkte der Zukunft. „Hier haben wir gewaltige Möglichkeiten“, sagt der Chef des Henkel-Konzerns, Kasper Rorsted.

Der Topmanager hat das Potenzial erkannt. Doch hat er auch schon genug getan, es zu heben? Nur 14,5 Prozent des Gesamtumsatzes von 7,8 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2011 erwirtschaftete der Markenartikler in Asien.

So wie bei Henkel gibt es bei den meisten der 30 Dax-Konzerne noch Luft nach oben. Sie haben zwar seit 2006 ihre Umsätze in Asien nach Berechnungen des Handelsblatts um 90 Prozent auf durchschnittlich 15 Prozent der Gesamterlöse erhöht. Doch das ist wenig im Vergleich zur zweiten Reihe der Konzerne. So kommt etwa Aixtron, der Anlagenbauer für die Halbleiterindustrie, in den Schwellenländern auf einen Umsatzanteil von 90 Prozent.

Den Nachholbedarf der Dax-Konzerne illustrieren zum Beispiel die 14 Prozent Asien-Umsatzanteil der Post oder der Lufthansa. Diese Größenordnung entspricht nicht einmal dem Anteil der deutschen Exporte nach Asien, der im ersten Halbjahr 2011 bei 16,2 Prozent lag. Noch viel schlechter schneiden der Gesundheitskonzern Fresenius und der Handelsriese Metro ab, die nur 9,4 beziehungsweise 5,8 Prozent ihrer Erlöse in Asien erzielen. Ausnahmen sind der Asien-Pionier Siemens mit einem Umsatzanteil von inzwischen 19 Prozent und VW. Die Wolfsburger verkauften in diesem Jahr mehr als ein Viertel ihrer Autos in China.

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  • (Enercon) Das dürfte wohl kaum eine Rolle spielen. Vielmehr ist der Artikel oberflächlich, weil ein marktführender Zulieferer für die Errichtung von Autobetrieben (Dürr) bei gegenwärtig 14 im Bau befindlichen Fabriken in China logischerweise einen hohen Umsatzanteil in China hat. Auch der Umsatzanteil von Infinieon ist bei der geografischen Lage der Verarbeitungsindustrie kaum verwunderlich...
    Letztlich ist darauf hinzuweisen, dass Lanxess seine Asienstrategie noch aus der Bayerzeit(Dax) vererbt bekommen hat und inzwischen auch ein großer Teil der Verarbeitungsindusitrie in Asien sitzt.

  • Ein guter Artikel, der auch zeigt, wie problematisch die Selbstbeweihräucherung als "Exportweltmeister" ist. Viele Aktiengesellschaften sowohl in den USA als auch in vielen anderen Ländern sind in dieser Hinsicht besser aufgestellt als die meisten DAX-Werte.

  • ändert nichts am Artikel (schlechte Überschrift und die getroffenen Vergleiche im Artikel)!!!

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