Ausbildung
Deutsche Ausbildung – Abschluss mit Perspektive

Das deutsche duale Ausbildungsmodell kommt im Ausland sehr gut an. Zwei Beispiele aus Madrid und Barcelona zeigen, wieso Ausbildung nach deutschem Vorbild erfolgreich ist.
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MADRID. Der Deutsch-Spanische Verein für technische Ausbildung (ASET) ist als eine gemeinnützige Einrichtung seit 1981 in Barcelona (www.asetforum.com) und seit 1982 in Madrid (www.aset.es) aktiv. In den beiden Städten bietet ASET eine zweijährige Berufsausbildung zum Industrie-, Informatik- oder Bankkaufmann sowie zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung. Die Kultusministerkonferenz hat beide Ausbildungszentren als die ersten unabhängigen Auslandsberufsschulen anerkannt - ein weltweit einzigartiger Fall.

Die Ausbildung erfolgt im Blockmodell, das Berufsschule mit Betriebspraxis verbindet. Rund 90 Prozent der Schüler stammen aus Deutschland und haben oft einen internationalen Hintergrund. Spanischkenntnisse sind Voraussetzung, um aufgenommen zu werden. Nach dem ersten Ausbildungsjahr gibt es eine Zwischenprüfung, nach zwei Jahren die Abschlussprüfung. Beide werden vor der Deutschen Handelskammer für Spanien in Madrid abgelegt. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag erkennt den zweijährigen Kaufmannsgehilfenbrief an. Alljährlich schließen 25 bis 30 junge Menschen ihre Berufsausbildung an der ASET in Madrid und in Barcelona ab. "Der Abschluss an der ASET bietet unseren Auszubildenden sehr gute berufliche Perspektiven", sagt Uwe Franzke, der Schulleiter in Madrid.

Auch der Geschäftsführer der AHK Spanien, Peter Moser, meint: "ASET ist eine nachahmenswerte Einrichtung. Das Niveau der Ausbildung hält auch deutschen Maßstäben stand. Wünschenswert wäre allerdings ein noch stärkeres Engagement der Unternehmen und seitens der ASET selbst eine zeitnahe Anpassung der Ausbildungsinhalte an den Bedarf der Wirtschaft."

Unter den Unternehmen, die sich an dem Ausbildungsprogramm beteiligen, sind führende deutsche Namen: Siemens, Bosch, Mercedes, ZF, Deutsche Bank und Lufthansa. Entsandte Diplom-Handelslehrer unterrichten Wirtschaftsfächer auf Deutsch, Informatik und einige andere Fächer werden auf Spanisch gelehrt. Zudem bereiten zwei Englischdozenten die jungen Leute auf das "Business English Certificate" vor. In den Ausbildungsbetrieben hängt die Berufssprache oft vom Einsatz in der jeweiligen Abteilung ab.

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