BDI-Herbstumfrage
Stimmung im Mittelstand sinkt

Nach einem zufriedenstellenden Jahr 2007 schauen Industrieller Mittelstand und Familienunternehmen weniger zuversichtlich ins nächste Jahr. Woran das liegt.

HB BERLIN. Ursache sei die verhaltene Entwicklung der Binnennachfrage, heißt es in der am Montag veröffentlichten Herbstumfrage des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). Die Geschäftserwartungen der deutschen Industrieunternehmen hätten sich für 2008 eingetrübt.

Der Vorsitzende des BDI-Mittelstandsausschusses, Arndt Kirchhoff, bewertete die Arbeit der großen Koalition in der ersten Hälfte der Legislaturperiode eher positiv. Er warnte aber: „Die Politik darf jetzt nicht die Hände in den Schoß legen, sondern muss handeln und Reformwillen zeigen.“ Handlungsbedarf sehe der Mittelstand in erster Linie beim Bürokratieabbau und bei der Senkung der Lohnzusatzkosten. „Um echte Fortschritte beim Bürokratieabbau zu erzielen, muss der Normenkontrollrat seine Wirkung entfalten.“

Darüber hinaus werde es für den Mittelstand immer schwieriger, qualifiziertes Personal zu bekommen. „Der zunehmende Engpass bei ausgebildeten Fachkräften und bei Fachkräften mit Hochschulabschluss beschneidet insbesondere kleine und mittlere Unternehmen in ihrem Entwicklungspotenzial“, erläuterte Kirchhoff. Einer besonders hohen Belastung sei die mittelständische Industrie durch die steigenden Energie- und Rohstoffkosten ausgesetzt. Sie hinterließen in den Ertragsrechnungen der Unternehmen deutliche Spuren.

Der Chefvolkswirt der Mittelstandsbank IKB, Kurt Demmer, sieht den industriellen Mittelstand derzeit insgesamt in einer so robusten Verfassung, dass der jüngste Anstieg des Eurokurses gut verkraftet werden könne. Deutsche Produkte seien gefragt.

An der Online-Befragung des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM/Bonn) und TNS Emnid haben sich den Angaben zufolge in der Zeit vom 12. September bis 6. November über 900 Unternehmen beteiligt.

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