Befestigungsspezialist
Würth-Gruppe setzt auf die Schweiz

Die Würth-Gruppe aus Künzelsau gehört zu Baden-Württembergs renommiertesten Mittelständlern. Künftig wird sie jedoch auch aus der Schweiz gesteuert. Viel ändern soll sich dadurch nicht, mit Steuernsparen hat die weitere Konzerntentrale laut Würth aber nichts zu tun.
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HB RORSCHACH/KÜNZELSAU. Im November soll in Rorschach mit dem Bau des neuen Konzernsitzes begonnen werden, wie eine Unternehmenssprecherin sagte. An den Betriebsabläufen in Künzelsau und den anderen Standorten in Deutschland solle sich jedoch nichts ändern. Die Schweiz ist für Unternehmen vor allem aus steuerlichen Gründen attraktiv. Würth hat weltweit rund 59 000 Mitarbeiter.

"Der Standort Rorschach ist kein Steuersparmodell. Wir bezahlen unsere Steuern und Abgaben überall auf der Welt, wo sie anfallen. In Deutschland, in Frankreich, in der Schweiz oder in Brasilien", sagte die Sprecherin. In der Schweiz erwarte man vor allem verlässliche Rahmenbedingungen. Die Gruppe habe bereits Ende 2008 die Entscheidung getroffen, in der Schweiz einen weiteren Konzernsitz zu installieren.

Geplant ist ein Verwaltungsgebäude mit Ausbildungs- und Trainingszentrum. 250 bis 500 Arbeitsplätze will die Würth-Gruppe in den nächsten 15 Jahren in Rorschach schaffen.

Nach Angaben der Stadt Rorschach sollen die Arbeiten in einem alten Industrieareal direkt am Bodensee im November beginnen. Die Bürger haben dem Verkauf des Grundstücks in einer Volksabstimmung zugestimmt. "Würth ist uns sehr willkommen", sagte Stadtpräsident Thomas Müller. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für 2013 geplant.

Der Konzern ist durch die Gesellschaft Würth International AG in Chur seit Jahrzehnten in der Schweiz vertreten. Nach Unternehmensangaben hat die Konzernführung bereits seit 1. Januar 2009 einen Sitz in Rorschach. In Zukunft sollten noch weitere Aktivitäten der Konzernleitung dort angesiedelt werden.

Die Würth-Gruppe ist nach eigenen Angaben weltweiter Marktführer im Handel mit Montage- und Befestigungsmaterial, hierzu gehören vor allem Schrauben, Schraubenzubehör, Dübel und Werkzeuge. Mit ihren rund 400 Gesellschaften erzielte die Würth-Gruppe im ersten Halbjahr 2010 einen Umsatz von 4,2 Mrd. Euro. Der Unternehmer Reinhold Würth ist seit 2008 wegen Steuerhinterziehung vorbestraft.

Kommentare zu " Befestigungsspezialist: Würth-Gruppe setzt auf die Schweiz"

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  • DEUTSCHLAND SCHAFFT SiCH Ab !!!

    Sieh genau hin Deutschland, denn durch dein Auspressen der Mittelschicht verlierst du letzten endes nicht nur deine Wettbewerbsfähigkeit sondern auch diejenigen die dieses SCH.SSLAND am kacken halten.

    Die Entscheidung von Hr. Würth ist insofern für mich nur allzu verständlich und ich beglückwünsche ihn vom ganzen Herzen dafür. Chapeau !!!

    Denn Deutschland hat mit seiner immer mehr linken / neostanlinistischen Ausrichtung, mit seinem besteuerungswahn, seiner Umverteilungspolitk und geisteskranker integration-/Zuwanderungspolitik nichts anderes verdient !!!

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