Branchenführer
Nobilia baut Küchen-Position aus

In den vergangenen Jahren war stets vor allem der Export Wachstumstreiber der Küchenmöbelhersteller. Beim Branchenführer Nobilia war es diesmal das Inlandsgeschäft. Besonders teurere Küchen kommen vor allem aus Verl.
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VerlIn einem schrumpfenden Küchenmöbelmarkt hat Branchenführer Nobilia seine Position ausgebaut. Während der Branchenumsatz 2013 insgesamt um 1 bis 1,5 Prozent nachgab, legte Nobilia erneut zu. Nach den am Donnerstag vorgelegten Zahlen stieg der Umsatz um 2,8 Prozent auf 923,4 Millionen Euro. Etwa die Hälfte des Zuwachses kam aus Preiserhöhungen.

Zwei Drittel des Umsatzzuwachses wurde im Inland erwirtschaftet. Zum Ergebnis macht das Familienunternehmen keine Angaben. „In Noten ausgedrückt: zwei minus“, sagte der Beiratsvorsitzende Werner Stickling. Im laufenden Geschäftsjahr erwartet Geschäftsführer Günter Scheipermeier ein etwas höheres Wachstum als 2013. Zugleich rechnet er mit steigenden Kosten, vor allem für Spanplatten und Löhne.

Mittlerweile komme in Deutschland fast jede dritte Küche (30,5 Prozent) von Nobilia, sagte Scheipermeier. Er berief sich dabei auf Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Nicht eingerechnet seien die Küchen von Ikea, da das schwedische Unternehmen keine Zahlen dazu preisgibt.

Besonders stark ist Nobilia bei Küchen im Wert von 3000 bis 10 000 Euro. In der Gruppe zwischen 4000 und 8000 Euro stammt fast jede zweite Küche von dem ostwestfälischen Unternehmen.

Ebenso wie die gesamte Küchenmöbelbranche spürte Nobilia die Schwäche der ausländischen Märkte. Dies mache sich vor allem in den Niederlanden und Spanien bemerkbar, sagte Scheipermeier. Dort stagniere das Geschäft auf niedrigem Niveau und sei wenig erfreulich. Nobilias Exportquote blieb bei 39,1 Prozent. Größter Exportmarkt war Frankreich mit 41 Prozent.

Die Küchenmöbelindustrie habe es dank eines besseren zweiten Halbjahres gerade so geschafft, den Umsatz von 2012 zu halten, sagte Lukas Heumann, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Deutschen Küchenmöbelindustrie in Herford auf Anfrage. Der Export in die Niederlande, traditionell einer der stärksten Zielmärkte der deutschen Hersteller, habe sich in den vergangenen fünf bis sechs Jahren mehr als halbiert.

Die Zahl der Nobilia-Mitarbeiter stieg um 104 auf 2550. Insgesamt wurden 57,5 Millionen Euro investiert.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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