"Der Lack ist noch lange nicht ab"
Vorsprung durch „Smart Coatings“

Der Lack muss einiges aushalten: extreme UV-Belastung im Bereich der Stratosphäre, kurzfristige Temperaturwechsel bis zu 100 Grad Celsius und atmosphärische Einflüsse sämtlicher Klimazonen. Solche extreme Anforderungen stellt die Luftfahrtindustrie an die Farbe.

DÜSSELDORF. Das Produkt der Hamburger Mankiewicz Gebr. & Co. ist eine von zahlreichen Innovationen, mit denen sich die deutsche Lackindustrie gegen die wachsende Konkurrenz aus Fernost zur Wehr setzt.

Peter Becker, Präsident des Verbands der deutschen Lackindustrie, ist geradezu euphorisch, wenn er auf die zahlreichen Neuerungen seiner Branche mit der langen Tradition zu sprechen kommt: „Lacke werden immer häufiger neue Funktionen übernehmen, von der schützenden Wirkung bis zu Sicherheitsfunktionen“.

Becker berichtet von selbstreinigenden Farben, von Produkten mit photokatalytischem Effekt. Von Farben, die Luftschadstoffe umwandeln, die Oberflächen kratzfest machen, von Lacken mit photovoltaischen Effekten (die ähnlich wie Sonnenkollektoren Sonnenlicht in Energie umwandeln) oder Stoffen, die Materialermüdungen durch Farbveränderungen anzeigen. Von thermotropen Lackschichten mit schaltbaren Eigenschaften wird berichtet. Die Farbenindustrie hat zudem einen Beschichtungsstoff entwickelt, der vor elektromagnetischer Strahlung und damit vor Elektrosmog schützt. Werden die Wände eines Raumes damit präpariert, lassen sich damit beispielsweise die hochfrequenten Handy-Signale absorbieren. Zwar noch Vision, aber im Labor bereits erstellt, sind Lacke mit einer Art genetischem Code.

Die Lackindustrie in Deutschland besteht aus etwa 250 Firmen mit 21 000 Mitarbeitern, überwiegend klein und mittelständisch geprägt. Die „durchschnittliche deutsche Lackfirma“ hat 75 Mitarbeiter und einen Umsatz von 20 Mill. Euro. Nur etwa zehn Unternehmen können als große Firmen angesehen werden. Die Produktionsmenge in Deutschland betrug 2002 gut zwei Millionen Tonnen Lacke, Farben und Beschichtungsstoffe mit einem Produktionswert von 4,5 Mrd. Euro. Der Exportanteil beträgt gut 38 Prozent – Tendenz steigend.

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