E-Procurement
Digitale Einkaufsnetze

Die Zeit der endlosen Bestellzettel scheint entgültig vorbei zu zu. Immer mehr Mittelständler ordern Verbrauchsmaterial und Bürobedarf über das Internet. Durch das sogenannte E-Procurement können Mittelständler nicht nur Geld sparen, auch die Lieferzeit wird häufig deutlich verkürzt.

KÖLN. Thomas Fobbe kann sich noch gut erinnern an die Zeiten, als er Bestellzettel ausfüllen musste. Der Leiter der Einkaufsabteilung bei der Trilux GmbH & Co. KG im sauerländischen Arnsberg ließ die Materialbeschaffung noch vor wenigen Jahren komplett auf Papier abwickeln. Allein das Sammeln und Auswerten der Zettel kostete Fobbe und seine Kollegen bei dem Leuchtenhersteller viele Stunden ihrer Arbeitszeit. Und die meiste Mühe machten die vielen "indirekten" Güter - jene Verbrauchsmaterialien, die Trilux für die eigentliche Produktion überhaupt nicht brauchte. Mehr als 17 000 Bestellungen pro Jahr erforderten Arbeitschutzartikel, Büromaterial, Werkzeug, Glühbirnen und Sicherungen, Klopapier und Schreibtischunterlagen. Dabei machten diese banalen Utensilien, ohne die keine Firma funktioniert, nur rund zehn Prozent des gesamten Einkaufswertes aus.

Vor zwei Jahren hat das Unternehmen seinen Einkauf neu strukturiert und auf elektronische Beschaffung umgestellt. Ein Sortiment von rund 1 700 Bedarfsgütern steht den Mitarbeitern nun in einem digitalen Produktkatalog zur Verfügung. Sie geben ihre Bestellungen online ein und bekommen die Güter dann direkt an den Arbeitsplatz geliefert.

Mit dem elektronischen System konnten die Lichttechniker die Lieferzeiten für Bedarfsgüter deutlich verkürzen. Für den Einkauf bedeutet das fast die Hälfte weniger Arbeit. "Nun haben unsere Einkäufer mehr Zeit, sich um produktionsentscheidende Rohstoffe zu kümmern", stellt Fobbe zufrieden fest.

Wie Trilux setzen immer mehr Unternehmen im Einkauf auf das sogenannte E-Procurement und bestellen ihre Bedarfsgüter über das Internet. Dabei ersetzen elektronische Produktkataloge im Netz den Einkauf per Bestellzettel. Das verkürzt im Vergleich zum herkömmlichen Verfahren die Lieferzeiten und beschleunigt somit die gesamte Beschaffung.

Gerade bei vergleichsweise billigen Bedarfsgütern macht sich ein elektronisches System schnell bezahlt, denn dort übersteigen die Prozesskosten letztendlich häufig den Warenwert.

Laut Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) in Frankfurt setzen rund achtzig Prozent der Unternehmen in Deutschland bereits elektronische Kataloge für den professionellen Einkauf ein. Auch viele Mittelständler haben solche Systeme bereits für sich entdeckt.

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