Erfrischungsgetränke
Neue Szene-Brausen erobern den Markt

Sie heißen „Charitea“, „Club-Mate“ und „Premium-Cola“: Mit neuen Getränke-Schöpfungen fluten Kleinfirmen den Markt. Einige davon sind wirtschaftlich erstaunlich erfolgreich. Andere haben sich verspekuliert.
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DüsseldorfDas Hamburger Schanzenviertel ist fest in der Hand der schwarzen Brause. Eine Kola mit dunklem Etikett hat den roten Marktführer Coca-Cola in dem angesagten Bezirk fast abgelöst: Fritz-Kola. Das Markenlogo zeigt die Gesichter der beiden Gründer, darunter steht der Herkunftsort: Hamburg.

Alternative alkoholfreie Getränke sind ein echter Markt für Mittelständler - sofern sie die richtige Nische finden. Was Fritz-Kola für die urbane Boheme ist, ist Club Mate für Hacker und Piraten-Politiker. Sozial bewusste Städter greifen zu fair gehandeltem Charitea, Münchener Club-Kids trinken Rhino's Energy-Drink. Allein die Website „Energy Drink Magazin“ listet über 100 getestete Energy-Drink-Varianten auf.

Vorbild ist zum einen Red Bull. Gründer Dietrich Mateschitz machte aus einem Softdrink mit viel Koffein und dem Wachmacher Taurin einen Milliardenkonzern. Zum anderen machte Bionade in den vergangenen Jahren Schlagzeilen mit der Firmengeschichte: von der abgewrackten Familien-Brauerei zum Bio-Kult.

Zugleich ist Bionade eine Warnung für die Branche. Die schnelle Expansion und eine ungeschickte Preiserhöhung kostete die Gründerfamilie ihren Einfluss. Inzwischen gehört Bionade zur Braugruppe Radeberger des Oetker-Konzerns.

Entsprechend vorsichtig sind diejenigen geworden, die momentan im Trend liegen. Club Mate ist als Lieblingsgetränk der Hacker-Szene mit dem Hype um die Piraten-Partei sichtbarer geworden. Hersteller ist die kleine Brauerei Loscher aus Münchsteinach. Sie hat das Getränk 1994 einem Unternehmer abgekauft, der es regional vertrieben hatte. Zum Erfolg schweigt Brauereichef Marcus Loscher. „Ungern würden wir durch unseren Erfolg Nachahmer aufrütteln. Da wahrscheinlich große Firmen und Konzerne ähnliche Konzepte bereits in ihren Schubladen liegen haben, wollen wir allzu großes Aufsehen natürlich vermeiden“, teilt er auf Anfrage mit.

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