Ertragsaussichten verschlechtert
Im Mittelstand noch kein Aufschwung in Sicht

Nach Aussage des Verbandes der Vereine Creditreform hat sich die Stimmung der mittelständischen Unternehmen in Deutschland wieder eingetrübt. Eine Umfrage unter 4 000 Mittelständlern zeige, dass sich die Einschätzung bezüglich der aktuellen Lage im Vergleich zum Vorjahr "deutlich eingetrübt" habe, wie der Verband am Donnerstag mitteilte.

HB BERLIN. Sinkende Umsätze und zurückgehende Erträge prägten wieder zunehmend das Bild im Mittelstand. Nur noch 22,0 der Unternehmen beurteilten ihre Geschäftslage mit gut oder sehr gut. Im Gegensatz dazu bezeichnete jeder fünfte Betrieb seine Geschäftslage als schlecht oder sehr schlecht (20,2 Prozent).

Dies sei ein Zuwachs von rund 4,0 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr, hieß es. Auch die künftige Lage beurteilten die Mittelständler wieder schlechter als noch vor einem Jahr. Während 21,0 der Betriebe auf steigende Umsätze hofften, rechneten rund 28 Prozent mit sinkenden Umsätzen. Im vergangenen Jahr hatten 24.4 der befragten Unternehmen mit steigenden und rund 25 Prozent mit sinkenden Umsätzen gerechnet.

Nur im Verarbeitenden Gewerbe ergebe sich ein positiveres Stimmungsbild, teilte der Verband mit. Dort sei die Zahl der Betriebe, die mit mehr Umsatz rechneten, auf rund 28,0 Prozent gestiegen und die, die sinkende Umsätze erwarteten, um 5,5 Prozentpunkte auf 19,8 Prozent zurückgegangen.

Auch die Ertragsaussichten der Unternehmen haben sich nach Aussage des Verbandes verschlechtert. Mehr Unternehmen rechneten wieder mit sinkenden Erträgen. Der Abbau von Personal werde sich in diesem Jahr im Mittelstand ebenfalls fortsetzen. Jedes fünfte Unternehmen beabsichtige, sich von Mitarbeitern zu trennen und nur jeder zehnte Mittelständler plane mehr Mitarbeiter einzustellen.

Einzig die Investitionsbereitschaft trotze der allgemeinen Stimmung. Rund 40 Prozent der befragten Mittelständler wollten ihre Investitionen ausweiten. Allerdings würden die Mittel vor allem dazu aufgewendet, um alte Maschinen und Anlagen zu ersetzen. Konjunkturstützende Erweiterungsinvestitionen verzeichneten dagegen einen Rückgang.

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