Existenzgründer-Kampagne
Schwarz-Gelb hilft Jungunternehmern auf die Beine

Der Staat sorgt sich um seinen Unternehmernachwuchs: Seit 2004 sinkt die Zahl der Existenzgründungen in Deutschland - von über 570 000 auf weniger als 400 000 im Jahr 2008. Jetzt will der Staat Jungunternehmern beim Karrierestart stärker unter die Arme greifen. Eine Kampagne für Existenzgründer soll helfen.
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KÖLN. So will die Koalition auch die Gebühren für Firmengründungen um ein Viertel senken. Sie liegen derzeit durchschnittlich bei etwas über 800 Euro, hat das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn errechnet. Dabei schwankt die Höhe der Gebühren je nach Art des Unternehmens - und sie ist eher ein Tropfen auf den heißen Stein.

80 Prozent aller Gründungen sind Einzelunternehmen, da halten sich Gebühren und der bürokratische Aufwand in Grenzen, sagt Frank Wallau, stellvertretender Geschäftsführer des IfM. Auch wenn die Regierung sich den Bürokratieabbau auf die Fahnen geschrieben hat - für Wallau ist der Verwaltungsaufwand kaum der alleinige Grund, warum potenzielle Gründer von ihrem Vorhaben ablassen. "Dafür gibt es viele Motive", sagt der Experte.

Was bürokratische Hürden angeht, so steht Deutschland im internationalen Vergleich tatsächlich relativ gut da: Laut IfM dauert ein Verfahren zur Gründung hierzulande im Schnitt gerade einmal 6,3 Tage. Der Durchschnitt in der Europäischen Union ist weitaus höher - er liegt bei 11,5 Tagen.

Wichtiger als der bürokratische Aufwand ist eine andere Hemmschwelle für Existenzgründer - die Angst vor der Pleite. Auch hier setzt die Regierung an: Sie gibt Gründern nach einem Fehlstart schneller eine zweite Chance. Die Zeit der gesetzlichen Restschuldbefreiung soll sich nach einer Insolvenz halbieren. Gescheiterte Selbstständige könnten so demnächst nach drei Jahren schuldenfrei sein.

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