Fachkräftemangel
Das Rennen um die besten Köpfe wird härter

Die Krise hat das wachsende Problem des Fachkräftemangels nur verschleiert, nicht gelöst. Im Aufschwung dürfte das Rennen um die besten Köpfe noch härter werden. Online-Portale helfen bei der Auswahl der Bewerber - und Fingerspitzengefühl dabei, gute Mitarbeiter zu halten. Wie Entscheider ihre Teams fit machen.
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DÜSSELDORF. Der Baukonzern Bilfinger Berger hat weltweit mehr als 60 000 Beschäftigte - und sucht ständig weitere. Allein im Internet füllt die eigene Jobbörse ganze 22 Karriereseiten. Und in dieser Zahl waren die Stellenanzeigen in Print- und Online- Medien sowie die Aufträge an Personalagenturen und Headhunter noch nicht einmal mit enthalten.

Das Ergebnis: ein permanenter Wust an schriftlichen und elektronischen Bewerbungen - und unvermeidliche Engpässe bei der Bearbeitung. Auch Synergien waren schwierig, in dem Fall meint "Synergie" die Prüfung einer Bewerbung auf Stelle A für ihre Eignung auch auf Stelle B.

Kein Wunder also, dass Christof Baumgart dringenden Optimierungsbedarf sah. Denn der vielzitierte Mangel an Fach- und Führungskräften besteht trotz der Krise weiter, davon ist der Leiter des Service-Centers Weiterbildung bei Bilfinger Berger überzeugt. Schlimmer noch: Mit dem Aufschwung werde er sich verschärfen.

Besserer Zugriff auf Bewerber über Online-Portal

Das Rennen um die besten Köpfe mache derjenige, der am schnellsten reagiert und ein intaktes Betriebsklima vorweisen kann. Mittlerweile sieht sich der Multibaukonzern gut aufgestellt: Ein Online- Bewerber-Management-System vereinfacht alle Prozesse.

Interessenten geben ihre Daten über ein Online-Portal ein, welches die Personaler über eine interne IT-Plattform managen. Rekrutierer aller Konzernbereiche greifen auf den gemeinsamen Bewerber-Pool zu, detaillierte Suchfunktionen helfen ihnen, den richtigen Bewerber in kürzester Zeit für eine vakante Stelle zu finden.

Gleichzeitig wächst die Datenbank. Das Mehr an personenbezogenen Informationen ist für eine bessere und gezieltere Personalförderung nutzbar.

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Kommentare zu " Fachkräftemangel: Das Rennen um die besten Köpfe wird härter"

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  • > @ingenieur: Es gab auch schon Zeiten da haben noch nicht mal 1/3 der Abgänger ne Stelle gefunden. .... und dies ist der Grund, warum heute ingenieure fehlen. Von meinem Jahrgang sind praktisch alle ausgestiegen. Jetzt fehlen die Erfahrenen.

  • @ Schreiner, ingenieur

    Versuchen Sie es bei nicht zu großen Unternehmen. Mittelständlern, ingenieurdienstleistern oder deutschen Niederlassungen von Auslandsfirmen, wo es keine so strikte Trennung zwischen Personalbereich und Entwicklung bzw. Produktion gibt. Dort sind auch die Tätigkeiten abwechslungsreicher.

  • Die Zeiten werden sich auch wieder ändern.

    @ingenieur: Es gab auch schon Zeiten da haben noch nicht mal 1/3 der Abgänger ne Stelle gefunden.

    Momentan siehts so aus, als wenn in der industrie die Auftragseingänge wieder zu nehmen.

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