Familienunternehmen
Der steinige Weg an die Börse

Der boomende Aktienmarkt lockt auch Familienunternehmen. Experten rechnen mit vielen Börsengängen in der nächsten Zeit. Doch eine Notierung birgt so manche Tücken. Aufwand und Kosten sollten nicht unterschätzt werden. Auch ist der Familienunternehmer nach dem Börsengang nicht mehr der Herr im Haus. Das führt zwangsläufig zu Konflikten.

FRANKFURT. Der Baumaschinen-Hersteller Wacker Construction Equipment wagt einen neuen Anlauf: Vorige Woche kündigte das Münchener Familienunternehmen den Gang auf das Börsenparkett noch für dieses Frühjahr an. Es ist der zweite Versuch. Im Juli 2006 hatten die Familie und der damals noch beteiligte Finanzinvestor Lindsay Goldberg & Bessemer einen ersten gestoppt, weil der Preis nicht stimmte.

Nun wollen es die Anteilseigner aus der Familie Wacker noch einmal wissen. Sie wollen weiterhin die Mehrheit behalten, doch sie scheuen – anders als viele andere Familienunternehmen – nicht die Transparenz, die eine Börsennotierung verlangt.

Traditionell halten sich Familienunternehmen eher vom Aktienmarkt fern. Doch Experten erwarten, dass sich dies ändert. „Wir werden in den kommenden Monaten und Jahren noch viele Familienunternehmen sehen, die an die Börse gehen“, glaubt Wilhelm von Haller, Mitglied des deutschen Management-Committee der Deutschen Bank. Freilich beweist das Beispiel Wacker auch: Der Weg auf das Börsenparkett kann steinig sein – besonders für Familienunternehmen.

Davon weiß Thomas Hoffmann, Mitgründer, Großaktionär und Vorstand von Artec Technologies, ein Lied zu singen. Im Juli 2006 ging er mit seinem Unternehmen, einem Spezialisten unter anderem für IPTV (Fernsehen über das Internet) an die Börse. Und dabei gab es nicht nur Momente der Freude.

„Unser Vorhaben war sehr anstrengend, manchmal zu anstrengend“, erinnert er sich. „Wir sind ja ein sehr kleines Unternehmen an der Börse. Es gab Situationen während der heißen Phase des IPOs, in denen wir bis an die Grenzen belastet wurden. Das, was da auf uns zukam, hatten wir so nicht vorhergesehen.“

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