Familienunternehmen
Fehlende Dynastien

Erfolgreiche Unternehmer sind in Großbritannien Stoff für Fernsehserien. Für Reality-Shows etwa, die junge Menschen anlocken. So prüft der Computerunternehmer Sir Alan Sugar in der Serie „The Apprentice“ als strenger Chef Kandidaten auf ihre Tauglichkeit für die harte Welt des Business. Doch das traditionelle Familienunternehmen ist ein Auslaufmodell.

dih LONDON. Nicht nur die TV-Erfolge zeigen, dass Unternehmergeist bei den Briten in hohem Ansehen steht. Das Familienunternehmen, das von Generation zu Generation weitergereicht wird, ist jedoch das Modell der Vergangenheit. Traditionsreiche Familienkonzerne wie der Süßwarenhersteller Cadbury oder der Handelskonzern Sainsbury sind längst an der Börse oder in anderen Konzernen aufgegangen. Das größte Familienunternehmen mit einer Geschichte, die bis vor den Zweiten Weltkrieg zurückreicht, ist die Logistik- und Handelsfirma Swire, deren geschäftlicher Schwerpunkt Hongkong ist. Sie hat einen Umsatz von drei Mrd. Euro.

Heutige Firmengründer legen es nicht mehr darauf an, Imperien zu vererben. Sie verkaufen ihre Firmen oder bringen sie an die Börse und fangen etwas Neues an. Viele betätigen sich dann als Finanzinvestor und zugleich als Wohltäter.

Zu den populärsten Unternehmern gehören heute Seriengründer, die einen Markt nach dem anderen in Angriff nehmen. Das Paradebeispiel ist Richard Branson, der mit einer Schallplattenfirma begann und einen Konzern um die Marke „Virgin“ aufbaute, der Fitness-Studios, eine Bank, eine Fluggesellschaft und eine Firma für Weltraumtouristik betreibt und mit allem möglichen von Wein bis Brautmoden handelt. Eine große Ausnahme gibt es: Lakshmi Mittal, der indischstämmige reichste Mann Großbritanniens, will seinen gigantischen Stahlkonzern von London aus zur Familiendynastie ausbauen.

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