Premium Rickmers in der Insolvenz Ein Reeder geht baden

Dem schillernden Schiffsbetreiber Bertram Rickmers haben die Geldgeber das Vertrauen entzogen. Die Reederei meldete Insolvenz an. Die Situation ist nicht nur für die Gläubiger, sondern auch den Unternehmer fatal.
Ausgerechnet die HSH ließ ihn im Stich. Quelle: picture alliance / Daniel Reinha
Bertram Rickmers

Ausgerechnet die HSH ließ ihn im Stich.

(Foto: picture alliance / Daniel Reinha)

Hamburg, DüsseldorfDem süßen Leben hatte Bertram Rickmers kurz nach dem Jahreswechsel abgeschworen. Von rauschenden Partys auf Sylt, meist im Rampenlicht der Boulevardpresse, wollte der schillerndste Reeder Hamburgs seither nichts mehr wissen. Die feine Motorjacht „Clan V“, ein 27 Meter langes Luxusboot für 18 Gäste, gebaut von der italienischen Edelwerft Arno, verkaufte er zum Spottpreis von 600.000 Dollar an unbekannt.

Mit einer dreimonatigen Vercharterung hätte er dasselbe verdient. Doch bohrende Fragen seiner Gläubiger, wozu sich eine angeschlagene Container-Reederei wie die Rickmers AG diese Luxusjacht leiste, konnte der 64-Jährige kaum gebrauchen.

 

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