Fremde Firmen investierten im letzten Jahr rund 51 Milliarden Euro in Deutschland
Finanzkrise bremst Engagement im Ausland

Nach einem Rekordjahr fahren die Unternehmen ihre Direktinvestitionen zurück: Im vergangenen Jahr investierten die Firmen 1,83 Billionen Dollar. 2008 dürfte die Summe deutlich darunter liegen. Sechs deutsche Konzerne waren 2007 unter den Top 25.

YORK. Nie zuvor haben Unternehmen wie Siemens, General Electric und Total so große Summen im Ausland investiert wie 2007. Doch die Finanzkrise wird ab 2008 das Engagement der Firmen jenseits der Grenzen ihres Heimatlandes abbremsen. "Die Ströme an Direktinvestitionen im Ausland werden dieses Jahr zurückgehen", schreibt Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon in dem Weltinvestitionsbericht der Uno-Konferenz für Handel und Entwicklung (Unctad), der gestern erschienen ist.

Das Jahr 2007 aber geht als ein Höhepunkt in die Geschichte der Globalisierung ein: Firmen investierten die Rekordsumme von 1,83 Billionen Dollar - obwohl die Kreditkrise bereits im zweiten Halbjahr 2007 scharfe Konturen annahm. Damit übertrafen sie ihr bisheriges Rekordjahr 2000 um rund 400 Mrd. Dollar. Im Jahr 2008 dürften nach offiziellen Prognosen der Unctad die Direktinvestitionen nur noch einen Wert von 1,6 Billionen Dollar erreichen. Die Kapitalströme in Industrieländer schrumpfen stärker als die Kapitalströme in die Entwicklungsländer.

Doch die Unctad schloss diese Kalkulationen vor dem Beben an der Wall Street in der vorigen Woche ab. "Der tatsächliche Rückgang dürfte schärfer ausfallen als prognostiziert", fürchtet ein Uno-Experte. Ein massiver Einbruch zeichnet sich bereits bei den Fusionen und Übernahmen (M&A) ab. Der Wert der M&A-Operationen im ersten Halbjahr 2008 lag um knapp 30 Prozent unter denen des zweiten Halbjahres 2007.

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