Gegen Internet-Attacken
Kostenloser Viren-Warndienst für mittelständische Unternehmen gestartet

Mit einem neuen leicht verständlichen Warndienst wollen Staat und Wirtschaft die Sicherheit der Computernutzer vor kriminellen Attacken aus dem Internet verbessern. Online werden damit kostenlos Warn- und Informationsdienste angeboten. Das System zielt besonders auf kleinere Unternehmen, denen drei Warndienste per E-Mail-Abonnement angeboten werden.

HB BERLIN. „Die Gefahren aus der virtuellen Welt haben durchaus reale Folgen“, sagte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) bei der Freischaltung des Systems Bürger-CERT. Das vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und einem Zusammenschluss von Firmen der Informationstechnologie betriebene CERT (Computer Emergency Response Team) will schnell auf aktuelle Gefährdungen, Schwachstellen und Angriffe auf Computer und Netzwerke reagieren.

CERT bietet vor allem für Bürger und kleine Unternehmen drei Warndienste per E-Mail-Abonnement an: 14-tägig informiert ein Online-Newsletter über die wichtigsten Sicherheitsnachrichten. Extraausgaben warnen bei akuter Gefahr. Technische Warnungen mit detaillierten Hintergrundinformationen und Handlungsanweisungen runden das Angebot ab.

Schäuble forderte die Bürger auf, das neue Angebot zu nutzen und sich für den Online-Dienst registrieren zu lassen. Das Bürger-CERT sei ein verlässliches und neutrales Angebot. „Staat und Wirtschaft haben sich zusammengeschlossen, um den Bürgerinnen und Bürgern eine effektive Hilfestellung bei der Sicherung ihrer PCs und ihrer Netze zu bieten.“ Die heutigen Angriffe und Gefahren aus dem Internet erlaubten nur noch eine äußerst kurze Reaktionszeit.

Schäuble verwies darauf, dass heute in Deutschland bereits 94 Prozent aller Unternehmen online seien. Jedes zweite Unternehmen tätige im Internet Einkäufe. Auch ein Drittel der Bürger habe nach jüngsten Erhebungen schon mindestens einmal im Internet eingekauft. Die Attacken im Netz nähmen immer mehr zu und die dahinter stehende kriminelle Energie werde immer intensiver. 2005 seien 16 000 Schädlinge im Netz registriert worden, 5000 mehr als im Vorjahr. Mehr als zwei Prozent aller weltweit versandten E-Mails seien infiziert.

 Bürger-CERT: www.buerger-cert.de

 Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

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