Geistiges Eigentum
Patente und Marken stärken das Eigenkapital

Viele Unternehmen erkennen nicht, welchen Stellenwert immaterielles Vermögen für die Finanzierung hat: Patente, Marken und andere Schutzrechte stärken die Eigenkapitalquote. Fördermittel für Forschung und Entwicklung sorgen für mehr Unabhängigkeit von Banken.

StuttgartJedem dritten kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) fehlt es laut der Wirtschaftsauskunftei Creditreform an Eigenkapital. Mittelständler sollten stille Reserven nutzen und mit Hilfe von Schutzrechten wie Patenten und Marken ihre Kennzahlen verbessern.

Dabei hilft das im Jahr 2010 in Kraft getretene Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz: Unter bestimmten Voraussetzungen lassen sich die Kosten für die Entwicklung von Produkten in der Bilanz ausweisen und können somit das Eigenkapital stärken. Das Potenzial ist groß: Auf mehr als 32 Milliarden Euro schätzt das Institut der deutschen Wirtschaft den Wert der selbst entwickelten Patente hierzulande. Studien zufolge macht das geistige Eigentum bei den 500 größten börsennotierten Firmen etwa 70 Prozent des Unternehmenswertes aus.

Dass Unternehmen immaterielle Vermögenswerte bislang nur selten für die Finanzierung nutzen, liegt vor allem an der Unsicherheit bezüglich einer verlässlichen Wertermittlung. Diese Skepsis dürfte jedoch zunehmend schwinden. Neben Dienstleistern, die sich auf die Bewertung von Schutzrechten spezialisiert haben, gibt es inzwischen Bewertungsstandards wie die "Grundsätze der monetären Patentbewertung" des Deutschen Instituts für Normung e.V. oder die "Grundsätze zur Bewertung immaterieller Vermögenswerte" des Instituts der Wirtschaftsprüfer.

Ein bewährtes Verfahren, um mit Schutzrechten das Eigenkapital zu stärken, ist der Verkauf an ein Finanzierungsunternehmen. Das ist sinnvoll, wenn die Schutzrechte über eine halbe Millionen Euro wert sind. Nach einer längeren Laufzeit kauft das Unternehmen die immateriellen Vermögenswerte zurück.

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