Gemeinsam stark
Das sind Deutschlands beste Arbeitgeber

Das Forschungs- und Beratungsinstitut Great Place to Work hat Deutschlands beste Arbeitgeber ermittelt. Der Wettbewerb um die Unternehmenskultur verzeichnete eine Rekordteilnehmerzahl.
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KölnEs ist ein Einstieg nach Maß. Gleich bei der Wettbewerbspremiere darf sich Infineon Technologies die Krone aufsetzen: Der bayerische Halbleiterhersteller gewinnt den Titel „Deutschlands bester Arbeitgeber“ in der Kategorie der Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern. Das Kölner Forschungs- und Beratungsinstitut Great Place to Work ermittelt jährlich die besten Arbeitgeber in Deutschland. Besonderes Gewicht hat die anonym abgefragte Meinung der Mitarbeiter. Die Trophäen wurden am 16. März in den Festsälen der alten Bolle-Meierei in Berlin überreicht (Alle Gewinner finden Sie unter folgendem Link.)

Thomas Marquardt, globaler Personalleiter bei Infineon, sieht die Auszeichnung als Ergebnis einer nachhaltigen Strategie: „Wir arbeiten seit Jahren kontinuierlich an unserer Feedbackkultur und an der Weiterentwicklung der Führungskräfte“, sagt er. Im Zentrum stünden Werte wie Vertrauen und Respekt. Dem Zufall will Marquardt nichts überlassen. So müssen sich Führungskräfte alle zwei Jahre auf den Prüfstand stellen – und Mitarbeiter geben ihnen Feedback. Damit keine wunden Punkte ausgeklammert werden, leitet ein unabhängiger Moderator das Führungsgespräch. Ziel ist eine authentische und ehrliche Rückmeldung.

„Auch Lernzielvereinbarungen werden mit Führungskräften geschlossen“, sagt Marquardt. Damit es nicht bei leeren Floskeln bleibt, übersetzt Infineon die Unternehmenswerte in konkrete Verhaltensbeschreibungen. Trainingsangebote sind genau auf die jeweilige Führungsebene abgestimmt und unterscheiden sich danach, ob der Manager ein Team, mehrere Teamleiter oder eine ganze Organisation führt.

Ein guter Arbeitgeber zu sein – dieses Bestreben hat Tradition in der deutschen Wirtschaft. Doch gehen die Unternehmen immer strategischer mit dem Thema Mitarbeiterzufriedenheit um. „Der Fachkräftemangel übt zunehmend Druck auf Unternehmen aus. Immer mehr von ihnen erkennen, dass Mitarbeiterorientierung für sie ein absolutes Muss ist“, sagt Great-Place-to-Work-Geschäftsführer Frank Hauser.

Eine Folge: Hauser kann ein Rekordinteresse an seinem Wettbewerb melden. Die Zahl der teilnehmenden Unternehmen schnellte von zuletzt 613 auf 700 in die Höhe. Digitalisierung und Globalisierung stellen Mitarbeiter vor neue Herausforderungen, hieraus ergeben sich Pflichten für fürsorgliche Arbeitgeber. Wer eine zukunftsorientierte Unternehmenskultur aufbaut, hat klare Wettbewerbsvorteile.

Beispiel Adobe Deutschland. Der IT-Dienstleister legt großen Wert auf betriebliches Gesundheitsmanagement und die Chance zur persönlichen Entwicklung aller Beschäftigten. „Wir brauchen top motivierte Mitarbeiter“, sagt Geschäftsführer Stefan Ropers. „Es geht uns bei unseren Maßnahmen aber nicht nur darum, bessere Mitarbeiter zu haben. Unsere Beschäftigten sollen auch menschlich dazugewinnen“, erklärt er. Der freie Blick auf die Dinge ist ihm wichtig.

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