Geschäftsführer der Viastore-Systems
Einer, der die leisen Töne liebt

Die Intralogistik hat sich vom Mauerblümchen zur Vorzeigebranche gewandelt. Viastore-Chef Christoph Hahn-Woernle hat daran großen Anteil.

HAMBURG. Er ist kein Freund vieler Worte. Christoph Hahn-Woernle hört erst einmal genau zu, antwortet stets erst nach einer kleinen Denkpause und kommt dann in wenigen Sätzen auf den Punkt. Kein Zweifel: Präzision und Effizienz sind ihm wichtig. "Man muss jeden Tag darüber nachdenken, was man besser machen kann", sagt er mit einem leichten schwäbischen Akzent. "Wer zufrieden ist, hat verloren."

Hahn-Woernle weiß, wovon er spricht. Als geschäftsführender Gesellschafter der Stuttgarter Viastore Systems hat er täglich mit der Frage zu tun, wie die innerbetriebliche Logistik seiner Kunden noch effizienter und kostengünstiger werden kann. "An unendlich vielen Ecken gibt es immer wieder neue Entwicklungen. Das macht unseren Beruf so faszinierend", sagt er begeistert.

Seit dem Ende der Siebziger Jahre beschäftigt sich Hahn-Woernle mit den komplexen logistischen Systemen, die hinter einer effizienten Lagerhaltung stehen. Damals war er noch als Bereichsleiter Lagertechnik bei dem Kran- und Aufzughersteller C. Haushahn tätig. "Wir erhielten eine Ausschreibung für ein automatisiertes Hochregallager. Das war für mich neu und spannend, weil es erstmals die Einbindung von Computern verlangte", erzählt Hahn-Woernle. Er ist zwar kein Informatiker. Doch schon während seines Studiums - in der ersten Hälfte der siebziger Jahre - hat er sich ausgiebig mit Computern beschäftigt. Er verbrachte viel Zeit im Computerzentrum, obwohl er dort zwischen den zahllosen Mathematikern ein Außenseiter war. Schließlich war er für Maschinenbau mit Schwerpunkt auf chemische Verfahrenstechnik eingeschrieben. Dennoch: "Der Computer hat mich nicht mehr los gelassen, er hat mich geprägt", sagt Hahn-Woernle.

Wenige Jahre später sollte er von seinem EDV-Wissen profitieren. C. Haushahn gewann die Ausschreibung für das automatische Hochregallager, plante und baute es, und etablierte sich über die Jahre als führender Anbieter. Als 1999 die Haushahn-Gruppe verkauft wurde, sicherte Hahn-Woernle sich das Tochterunternehmen C. Haushahn Automationssysteme und machte daraus sein heutiges Unternehmen Viastore. Er könnte zufrieden sein. Die Intralogistik boomt, heißt es überall. Die Zahlen der vergangenen Jahre sehen gut aus. Die Wachtumsprognosen sind vielversprechend.

Davon profitiert auch Hahn-Woerle. Dennoch gilt für ihn nach wie vor: Wer zufrieden ist, hat verloren. Er will es sich nicht zu bequem machen, und die Chancen nutzen, die die EU-Osterweiterung für Deutschland als Logistik-Drehscheibe mit sich bringt. "Viele Unternehmen unterschätzen das Potenzial, das in einer Optimierung ihrer Material-, Distributions- oder Lagersysteme liegt", sagt er.

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