„Gips-König“ Nikolaus Knauf
„Steuern bringen niemanden um“

PremiumNikolaus Knauf, der „Gips-König“ aus Franken, ist stolz, Steuern zu zahlen, Briefkastenfirmen lehnt er ab. Im Interview spricht er über unternehmerische Pflichten, Geschäfte in Russland und seine persönliche Lebensbilanz.

IphofenIphofen in Franken, eine alte Stadt mit erhaltener Stadtmauer, Weinland. Und überall Spuren des Familienunternehmens, das den Ort beherrscht: Knauf-Museum, Knauf-Halle. Im Verwaltungsgebäude am Rande des Ortes - vierte Etage, ganz oben - bittet der Eigentümer zum Gespräch: Korrekt gescheitelt, listige Augen, frühlingshaft leuchtender blauer Anzug mit gelber Krawatte und gelbem Einstecktuch. Auf dem Tisch Porzellan. Und schon geht‘s los. Nikolaus Knauf redet zwei Stunden über Politik, Russland und sein Leben als Gips-Unternehmer.

Herr Knauf, in den 1970er-Jahren saß der Porzellanunternehmer Philipp Rosenthal im Bundestag und war Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. Ist so etwas heute undenkbar?
Ich fürchte ja. Rosenthal...

 
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