Günstigere Niederlassungskosten
Es muss nicht immer Dubai sein

Eine Niederlassung in Dubai kostet zunächst einmal viel Geld. Zudem steigen die Standortkosten rapide, die Mieten explodieren. Einige Firmen haben genug und verlassen das Emirat. Denn es gibt preiswerte Alternativen

DUBAI. Die Zuwachsraten für Wohn- und Büromieten in Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) sind zweistellig. In Einzelfällen muss heute bis zu 70 Prozent mehr bezahlt werden als noch vor zwei Jahren. Wer für seine Familie ein Haus sucht, darf sich auf eine Monatsmiete von 3.000 bis 4.000 Euro einstellen.

Zu den Mieten kommen steigende Nebenkosten. Der Staat ersinnt immer neue Gebühren – eine Besteuerung durch die Hintertür. Neue Mitarbeiter für Dubai zu gewinnen, wird deshalb entweder schwieriger oder teurer: Denn wer höhere Ausgaben hat, will auch höher entlohnt werden.

Nicht verwunderlich, dass vor diesem Hintergrund Unternehmen und Mitarbeiter nach preiswerteren Alternativen suchen. Es müssen nicht immer das Luxushotel Burj al Arab oder die Sandbankhäuser der Palmeninseln sein. Dubai mag die beste Infrastruktur der Länder es Golf-Kooperationsrats (GCC) haben, aber auch die Mitglieder Katar, Bahrain, Kuwait, Oman und besonders Saudi- Arabien haben einiges zu bieten. Das wahhabitische Königreich hat eine gute Infrastruktur, den größten Markt in den Golfstaaten und deutlich günstigere Niederlassungskosten als die Vereinigten Arabischen Emirate. Das Land öffnet sich langsam und ist seit Dezember 2005 Mitglied der Welthandelsorganisation. Im Rahmen seines Reformprogramms werden derzeit der Wasser- und Energiebereich privatisiert.

Ein Unternehmen, das den Schritt in die saudi-arabische Hauptstadt Riad gewagt hat, ist die deutsche Sommer Anlagentechnik GmbH, ein Konstrukteur von Produktionsanlagen für die Betonfertigteilindustrie. „Saudi-Arabien besitzt als Flächenstaat das größere Potenzial“, sagt Bürochef Ziad Musa. „Pro Jahr müssen im Land mindestens 600.000 Wohneinheiten erstellt werden, um alleine den Bedarf der rapide wachsenden Bevölkerung zu decken.“

Saudi-Arabien hat noch einen Vorteil: Firmen dürfen zu 100 Prozent in ausländischer Hand sein. Kein anderer GCC-Staat erlaubt das. Selbst in den vermeintlich liberalen Emiraten muss außerhalb der Freihandelszonen ein lokaler Partner mit ins Boot. Wer in Saudi-Arabien lebt, kann zudem ohne aufwendige Visaformalitäten in die Nachbarländer reisen.

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