Gute Konjunktur zeigt Wirkung
Immer weniger Firmenpleiten

Deutsche Unternehmen rutschen immer seltener in die Insolvenz. Doch von der guten Konjunktur profitieren nicht alle, die Zahl der überschuldeten Privathaushalte steigt. Das Ungleichgewicht hat einen einfachen Grund.

HB WIESBADEN. Im Juli diesen Jahres registrierten die Gerichte 2 327 Unternehmensinsolvenzen, ein Viertel weniger als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Von Januar bis Juli waren 18 592 Unternehmen zahlungsunfähig oder überschuldet. Das ist ein Rückgang von 16,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Dagegen steigt die Zahl der überschuldeten Haushalte weiter. Im Juli wurden 7 841 Verbraucherinsolvenzen gemeldet, ein Plus von 34 Prozent gegenüber des Vorjahresmonat. Von Januar bis Juli gab es 51 602 Insolvenzen von Verbrauchern, 40,3 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Als eine der wesentlichen Ursachen gilt die hohe Arbeitslosigkeit, die trotz der anziehenden Konjunktur noch immer sehr hoch ist. Der Trend der Verbraucherpleiten hat aber auch eine statistische Ursache: Das Verfahren der Verbraucherinsolvenzen ist einfacher geworden, überschuldete Haushalte melden sich daher immer öfter insolvent.

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