Haniel-Chef Stephan Gemkow
Klein ist auch ganz schön

PremiumDie Duisburger Familienholding Haniel sitzt auf einer Milliarde Euro. Chef Stephan Gemkow will das Geld nicht einfach ausgeben, große Übernahmen sind für ihn kein Selbstzweck. Er verfolgt eine neue Strategie.

DüsseldorfStephan Gemkow kennt den Vorwurf zur Genüge. Seitdem der Haniel-Manager vor mehr als drei Jahren den Pharmagroßhändler Celesio verkaufte, muss er sich anhören, er investiere zu wenig von dem Geld der Duisburger Familienholding. Tatsächlich sitzt er nach wie vor auf einer Milliarde Euro. Nicht, dass der 57-Jährige das Geld aus Prinzip hortet: „Uns tut die Liquidität weh, weil sie zurzeit keine Zinsen trägt“, sagt er nach der Bilanzpressekonferenz dem Handelsblatt.

Trotzdem verteidigt Gemkow sein Vorgehen: Insgesamt hat er in den vergangenen zwei Jahren knapp 1,3 Milliarden Euro ausgegeben, zunächst für den Matratzenbezughersteller Bekaert und den Konkurrenten Deslee, und Ende...

 
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