Mennekes
Stecker aus der Ideenschmiede

Die besten Ideen kommen Walter Mennekes in seinem Büro. Sein Ziel: „Das Leben einfacher zu gestalten.“ Seine Produkte vermarktet der „Außenminister“ des Hidden Champions am liebsten persönlich und in der ganzen Welt.
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KirchhundemNeue Ideen entwickelt Walter Mennekes in seinem Büro. Dafür gönnt er sich viel Platz. Doch der riesige lichtdurchflutete Raum in der dritten Etage des Mennekes-Bürohauses ist zweigeteilt. Eher unspektakulär ist die Hälfte des Raumes, die von einem großen runden Besprechungstisch beherrscht wird.

Von hier aus öffnet sich der Blick auf die langgestreckten Produktionsgebäude; im Vordergrund stehen die Mustersäulen zum Laden von Elektroautos. Seitlich wird der Ausblick durch das Flüsschen Hundem und hohe Tannen begrenzt. Weniger aufgeräumt, sogar leicht chaotisch präsentiert sich die andere Raumhälfte: Sie ist die „Ideenschmiede“ für Walter Mennekes.

Mittig steht ein großer Schreibtisch, der unter der Last zahlloser Stecker fast zusammenbricht. Zum Schreiben bleibt kaum Platz. Auch rund um den Schreibtisch liegen Stecker und Steckverbindungen jeder Farbe, Art und Größe. Von unauffälligem Schwarz bis zu leuchtendem Rot und grellem Gelb. Eines der neuesten Modelle ist ein durchsichtiger Stecker. Mennekes bestellt beim Rundgang durch den Betrieb für seine Sammlung gleich zwei davon. Seine besonderen Schätze, darunter ein Stecker aus der Anfangszeit, liegen in einer gut gefüllten kleinen Vitrine in seinem Büro.

In diesem Umfeld eines scheinbaren Chaos kommen Mennekes die besten Ideen, erzählt er. Sein Ziel: „Das Leben einfacher zu gestalten.“ Das zeigt zum Beispiel ein großer Industriestecker, der in Autowerkstätten eingesetzt wird. Dank einer Gummimanschette - abgeschaut von Kugelschreibern - liegt der Stecker jetzt viel sicherer in der Hand. Oder die Steckvorrichtung, die er für den kleinen Autoreparaturbetrieb gegenüber entwickelt hat: Wenn wenig Platz ist, können die Stecker seitlich weggeklappt werden.

Seine Ideen vermarktet Mennekes, der sich selbst gern als „Außenminister“ seines Unternehmens bezeichnet, weltweit auf Messen. „Das sind die besten Marktplätze.“ Unzählige Messen hat er besucht - von Johannesburg bis St. Petersburg und Schanghai. Besonders angetan haben es ihm deutsche Messen. „Sie überzeugen mit ihrer Qualität und ihrem Durchführungstalent.“

Dieser Einstellung verdankt Mennekes einen Zweitjob. Seit Juni 2013 ist er Vorsitzender des Auma, des Ausstellungs- und Messe-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft. Der Auma vertritt alle an Messen beteiligten Verbände wie VDMA (Maschinenbau), ZVEI (Elektrotechnik), aber auch Handwerks- und Handelsverbände und die Messegesellschaften.

Für Hobbys bleibt Mennekes nur wenig Zeit. Beim FC Bayern München sitzt er im Verwaltungsbeirat. Seine Freizeit verbringt er mit Nordic Walking - oder er geht auf die Jagd.

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