Hilfe für Unternehmen
Chinas Standarddschungel

Das Standardisierungs- und Normensystem Chinas wächst und sorgt bei vielen ausländischen Unternehmen für Verwirrung. Hilfe gibt es von europäischen Normeninstituten und Industrievertretern, die vor Ort präsent sind.

PEKING. CCC, GB, SJ oder YY – diese Abkürzungen bereiten den ausländischen Unternehmen in China Kopfzerbrechen. Seit 2001 wächst das Standardisierungs- und Normensystem der Volksrepublik schnell. DasLand kommt damit den WTOAnforderungen nach Internationalisierung und Vereinheitlichung nach. Gleichzeitig baut China mit eigenen Regeln nach Meinung einiger Experten technische Handelsbarrieren zum Schutz der heimischen Industrie auf.

Das aktuellste Thema ist die schrittweise Umsetzung der RoHS-Richtlinie („Restriction of the use of certain hazardous substances in electrical and electronic equipment“). „Im Grunde handelt es sich um eine Kopie der 2006 erlassenen europäischen Richtlinie“, erläutert Wang Xu, Leiterin der Europ- Electro-Vertretung (European Electrical and Electronics Industry) in Beijing. Unter die RoHS fallende Elektro- und Elektronikprodukte unterliegen in China seit März einer entsprechenden Kennzeichnungspflicht.

Diese beruht bisher, wie auch in Europa, auf der Selbsterklärung der Hersteller. So erhalten beispielsweise Computer aufgrund ihres Bleiinhalts ein orangefarbenes Label, auf dem der Produzent die unbedenkliche Nutzung für zehn Jahre erklärt. „Bislang haben die meisten Zollbehörden noch nicht mit der Überprüfung der Kennzeichnung begonnen“, erklärt Wang.

Wenn RoHS in das Testsystem der Standards Chinese Compulsory Certification (CCC) übergeleitet wird, könnten allerdings kosten- und zeitintensive Überprüfungen auf die Produzenten zukommen. RoHS macht auch den Herstellern (opto-)elektronischer Diagnosegeräte zu schaffen. Deren Produkte sind in Europa zumindest bis 2008 von den Vorschriften ausgenommen, in China aber nicht.

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