Inkasso-Experten unterstützen Mittelständler
Ausgefeilte Strategien helfen gegen säumige Zahler

Schuldner, die nicht zahlen, bringen viele Unternehmen in Liquiditäts-, zumindest Bonitätsprobleme. Dienstleister und Inkasso-Experten unterstützen Gläubiger - von der Bonitätsauskunft bis zum Mahnverfahren.

HB NEUSS. Das Leid mit den unbezahlten Rechnungen hat sich nicht groß verändert: Auch wenn sich das Zahlungsverhalten privater und öffentlicher Kunden statistisch leicht gebessert hat, leiden viele kleine und mittlere Unternehmen weiterhin darunter, dass ihre Rechnungen oftmals zu lange unbezahlt bleiben. Laut einer Untersuchung von Creditreform begleichen nur noch 65,7 Prozent (2004: 66,7 Prozent) der Auftraggeber ihre Rechnung innerhalb von 30 Tagen. Damit zahlt fast ein Drittel der Auftraggeber seine Rechnungen nicht fristgerecht.

Nicht wenige Unternehmen geraten dadurch in finanziell schwieriges Fahrwasser. Die oft hohen Außenstände – laut Creditreform hat fast jedes fünfte kleinere und mittlere Unternehmen Forderungsverluste von mehr als einem Prozent zum Umsatz – beeinträchtigen die Liquidität der Unternehmen. Im schlimmsten Fall geraten die Gläubiger wegen der hohen Außenstände selbst in Zahlungsschwierigkeiten. Am Ende dieses Teufelskreises kann die Insolvenz stehen.

Die Zahl der Unternehmenszusammenbrüche in Deutschland lag 2005 bei 37 900, im Jahr davor waren es 39 270. Das entspricht zwar einem Rückgang um 3,6 Prozent. Die Eigenkapitalausstattung der kleinen und mittleren Betriebe hat sich dagegen nur gering verändert. So weisen inzwischen 22,2 Prozent der Betriebe Eigenkapitalquoten von mehr als 30 Prozent aus. Im Jahr davor waren es nur 19,9 Prozent. Gleichzeitig stieg aber der Anteil der unterkapitalisierten Betriebe mit Eigenkapitalquoten von unter zehn Prozent von 36,0 Prozent im Vorjahr auf 36,6 Prozent.

Ein weiterer Grund, warum kleine und mittlere Unternehmen ihre Außenstände minimieren sollten, sind die neuen Eigenkapitalrichtlinien nach Basel II, die Ende des Jahres umgesetzt werden. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) müssen sich danach einer Bonitätsprüfung unterziehen. Ein hoher Bestand an offenen Forderungen würde sich negativ auf das Prüfungs-Ergebnis auswirken und die Chancen des Unternehmens verringern, Fremdkapital zu günstigen Konditionen zu bekommen.

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