Innovation im Mittelstand
Belohnung für Hochschul-Kooperationen geplant

Nach Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) hat für 2007 die Einführung einer Forschungsprämie angekündigt. Nach sollen Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die Forschungsarbeiten für kleine und mittlere Unternehmen erledigen, zusätzlich einen Bonus des Staates erhalten.

BERLIN. „Die Prämie soll Hochschulen und Forschungseinrichtungen motivieren, stärker mit Unternehmen zusammen zu arbeiten“, sagte Schavan beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der eine solche Belohnung seit langem fordert.

Das Vorhaben ist Teil einer von der Bundesregierung für Juli angekündigten High-Tech-Strategie. Wie hoch die Prämie ist, bis zu welcher Unternehmensgröße sie fällig wird und wie viel Geld dafür insgesamt zur Verfügung steht, ist noch unklar. Insgesamt soll die High-Tech-Strategie dafür sorgen, dass die Ausgaben für Forschung und Entwicklung bis 2010 von 2,5 auf drei Prozent des BIP steigen.

Seit Jahren gilt die mangelnde Zusammenarbeit zwischen Forschern an Hochschulen und sonstigen Instituten und der Wirtschaft als Manko des Standortes Deutschland. Immer wieder weisen Experten darauf hin, dass hierzulande zwar viel geforscht werde und das Land auch bei den Patenten international nach den USA auf Platz zwei liege. Gemessen daran werde jedoch viel zu wenig in Produkte umgesetzt. Ein Beispiel ist etwa der MP3-Player, der zwar hier entwickelt aber nicht zur Marktreife gebracht wurde. Dazu kommt, das vor allem der Mittelstand bei der Forschung zuletzt nachgelassen hat.

Das Konzept für die Forschungsprämie stammt vom BDI. Danach sollte jede öffentlich finanzierte Forschungseinrichtung oder Hochschule, die einen Forschungsauftrag der Wirtschaft erhält, eine zusätzliche staatliche Prämie von 25 Prozent des Auftragsvolumens bekommen. Insgesamt seien dafür rund 250 Millionen Euro zu veranschlagen. Diese Summe dürfte sich erheblich reduzieren, wenn nur Aufträge aus dem Mittelstand gefördert werden.

Barbara Gillmann ist Korrespondentin in Berlin.
Barbara Gillmann
Handelsblatt / Korrespondentin
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