Innovationsmanagement
Vom Geistesblitz zur Ideenumsetzung

Zwar investieren Mittelständler viel in Forschung und Entwicklung, doch oft hapert es am Innovationsmanagement. Erfolgreiche Unternehmen überlassen den kreativen Prozess nicht dem Zufall.

BerlinGute Ideen haben das Ditzinger Familienunternehmen Trumpf zu einem Technologieführer in der industriellen Materialbearbeitung gemacht. Innovationen sind das Schmiermittel für rund laufende Geschäfte - für den Geschäftsführenden Gesellschafter Peter Leibinger steht das fest. Daher kümmert er sich persönlich darum, dass strategische Ziele des Unternehmens durch Innovationen erreicht werden. Und er lässt es sich etwas kosten: Trumpf leistet sich hauptberufliche Ideenmanager, die Geistesblitze der Mitarbeiter sammeln, diese mit ihnen aufbereiten und dafür sorgen, dass gute Ideen umgesetzt werden.

"Die Ideenmanager entscheiden in erster Instanz über den Innovationsgrad einer Idee, vermitteln Ansprechpartner und leiten alles Weitere in die Wege", sagt Christian Koerber, Leiter des Bereichs New Business Development bei Trumpf. Die Ideenmanager sind die Basis in einem ausgeklügelten Innovationsmanagementprozess, an dem sich möglichst viele beteiligen sollen. "Wir erwarten von jedem Mitarbeiter, sich mit neuen Ideen einzubringen", betont Koerber. "Innovationsmanagement genießt bei uns maximalen Stellenwert."

Das ist längst nicht überall so. Zwar investieren Mittelständler fleißig in Forschung und Entwicklung (FuE), wie auch die aktuelle Befragung des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft zeigt, nach der drei Viertel der Unternehmen ihre FuE-Aufwendungen im laufenden Jahr steigern wollen. Doch systematisch Ideen in neue Produkte und Geschäftsmodelle umzusetzen, daran hapert es.

"Mittelständler gehen Innovationsmanagement-Themen eher weniger systematisch an als Großkonzerne", sagt Michael Zollenkop, Innovationsexperte bei Roland Berger Strategy Consultants. "Entwicklungsprozesse sind weniger standardisiert und stärker von den jeweiligen Mitarbeitern abhängig als in Konzernen, die normalerweise umfassende Richtlinien haben." Schwierigkeiten hätten viele Mittelständler überdies beim "Blick über den Tellerrand". Zollenkop: "Die Gefahr, relevante Entwicklungen im Frühstadium zu übersehen und zu spät zu reagieren, ist bei ihnen tendenziell größer."

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