IT-Mittelstandsindex für Juni 2005
Mittelstand startet vor der Sommerflaute durch

Die wirtschaftliche Stimmung des deutschen Mittelstands verbesserte sich im Juni wieder, und zwar nicht nur gegenüber dem Vormonat, sondern auch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Geschäftsaussichten schwächten sich dagegen angesichts der Sommerpause recht stark ab. Die IT-Investitionen konnten sich im Juni wieder verbessern, auch die Investitionsneigung ist trotz eines leichten Rückgangs optimistisch geprägt, so der aktuelle IT-Mittelstandsindex von Tech Consult.

HB KASSEL. Im Mai zog die wirtschaftliche Lage der mittelständischen Unternehmen wieder an und konnte fast das „Wellental“ des Mai wieder ausgleichen. Der Umsatz-Index des Mittelstands stieg von 115 auf fast 124 Punkte. Damit sind die Unternehmen, die Umsatzsteigerungen vorweisen können, in der Überzahl, und zwar stärker als noch im Mai. Gleichzeitig bewirkt die Sommerpause, dass ein großer Teil der Mittelständler für Juli bis September mit sinkenden Umsätzen rechnet. Dementsprechend fiel der Index der Umsatzerwartungen von über 128 Punkten auf gut 107 Punkte. Trotz des Rückgangs können sich die Optimisten also noch durchsetzen. Im Jahresvergleich bedeuten diese Zahlen, dass die aktuelle Lage aktuell besser beurteilt wird als noch vor Jahresfrist, aber auch, dass von der Sommerpause in diesem Jahr häufiger ein Umsatz-Einschnitt erwartet wird als 2004.

Bis auf die Energie- und Wasserversorger, die aufgrund des sommerlichen Wetters geringere Einnahmen verzeichneten, konnten alle mittelständischen Wirtschaftszweige im Juni überwiegend gewachsene Umsätze verbuchen. Am besten entwickelten sich die Industrie sowie das Kredit- und Versicherungsgewerbe. Die Finanzbranche rechnet darüber hinaus auch für die kommenden drei Monate am häufigsten mit einer positiven Entwicklung. Demgegenüber blickt der Handel überwiegend pessimistisch auf den Zeitraum bis September.

Die Bereitschaft zu IT-Ausgaben erholte sich im Juni wieder leicht, der Indexwert der realisierten Investitionen stieg um zwei auf 111 Punkte. Damit konnten sich die mittelständischen Firmen mit gewachsenen IT-Ausgaben im Juni wieder etwas stärker durchsetzen als im Vormonat. Im Gegenzug gab der Indikator der geplanten Investitionen von 122 auf 119 Zähler nach. Gegenüber dem vergangenen Jahr weisen diese Zahlen auf eine aktuell etwas schwächere Investitionsbereitschaft hin. Zum Ausgleich sind die Mittelständler hinsichtlich ihrer geplanten Investitionen leicht zuversichtlicher als vor Jahresfrist.

Als größte Treiber des IT-Marktes präsentieren sich aktuell die Versorgungsunternehmen und der Non-Profit/öffentliche Sektor. Auch die übrigen Branchen investierten überwiegend gestiegene Finanzmittel in ihre IT-Ausstattung. Eine zumeist positive Ausgabenneigung ist ebenfalls für die kommenden drei Monate in allen Wirtschaftszweigen festzustellen. Besonders deutlich hebt sich dabei das Kredit- und Versicherungsgewerbe hervor.

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