KfW-Studie
Mittelstand kommt nur langsam aus Investitionstal

Der Mittelstand kommt nur langsam aus dem Investitionsstau heraus. Laut KfW sanken die Investitionen 2005 um 10 Prozent auf 172 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr rechnet die Bank mit einer Belebung, die aber noch nicht beziffert werden könne.

HB FRANKFURT. „Der Mittelstand befindet sich nach wie vor in einer schwierigen Situation“, sagte KfW-Vorstandssprecher Hans Reich. Bereits für 2003 war ein Rückgang der Investitionen um 8 Prozent errechnet worden. Hauptursache sei die schwache Binnenkonjunktur, die sich auf mittelständische Unternehmen stärker auswirke als auf die mehr exportorientierten großen Konzerne. Für die Studie werden jedes Jahr knapp 15 000 Unternehmen mit einem Umsatz von unter 500 Millionen Euro befragt.

„Einen kleinen Lichtblick mag die Tatsache darstellen, dass zumindest die Anzahl der investierenden Unternehmen nicht mehr rückläufig ist“, sagte Reich. Die Zahl blieb mit 1,6 Millionen konstant. „Dies könnte ein Indiz dafür sein, dass auch im Mittelstand die konjunkturelle Talsohle erreicht worden ist.“ KfW-Chefvolkswirt Norbert Irsch sagte, er rechne für 2005 mit einer Belebung bei der Investitionstätigkeit. Insgesamt gibt es 3,5 Millionen Mittelständler in Deutschland, von denen rund drei Viertel weniger als fünf Beschäftigte haben.

Auch im Baugewerbe waren die Investitionen 2004 rückläufig, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtete. Hier lag das Volumen der Bruttoanlageinvestitionen mit 1,6 Milliarden Euro um 8 Prozent unter dem Vorjahreswert. In den Jahren zuvor waren Rückgänge von 10 (2003) und 15 (2002) Prozent verzeichnet worden.

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