Konjunktur
Im Handwerk gehts wieder bergauf

Das deutsche Handwerk erwartet für das laufende Jahr erstmals seit 1999 wieder ein Umsatzplus. Die Konjunktur zieht weiter an, der Arbeitsplatzabbau ist vorerst gestoppt, Umsatz, Betriebsauslastung und Auftragsreichweite sind 2006 zum Teil sprunghaft angestiegen.

HB BERLIN. Das geht aus der Herbstumfrage unter 20 500 Betrieben hervor, die der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) am Mittwoch in Berlin vorstellte. Für 2006 erwarte der ZDH ein Umsatzplus von 2,5 Prozent in Ost und West, sagte Generalsekretär Hanns-Eberhard Schleyer.

Als Konjunkturmotor stellte sich laut ZDH der von der Bundesregierung eingeführte Steuerbonus auf Handwerksleistungen heraus. Danach können seit Jahresbeginn 20 Prozent der Handwerkerrechnungen bis zu einer Grenze von 3 000 Euro von der Steuer abgesetzt werden. Insbesondere die Bau- und Ausbaubetriebe hätten dadurch deutliche Umsatzsteigerungen, sagte Schleyer. Es sei jedoch zu befürchten, dass der Aufschwung durch die geplante Mehrwertsteuererhöhung wieder gedämpft werde.

Nach der Herbstumfrage ist das Geschäftsklima im Handwerk auf den höchsten Wert seit mehr als zehn Jahren geklettert: 80 Prozent der Betriebe in Westdeutschland und 79 Prozent der ostdeutschen Betriebe bezeichneten ihre Geschäftslage als zufrieden stellend. Im Herbst 2005 hatten sich nur jeweils 65 Prozent zufrieden geäußert. Erstmals seit mehr als zehn Jahren hätten auch mehr Betriebe über steigende als über sinkende Umsätze berichtet, sagte Schleyer.

Der größte Gewinner des konjunkturellen Aufschwungs ist die Bauwirtschaft. Der Anteil der Betriebe mit guter Geschäftslage habe sich im Baubereich binnen Jahresfrist mehr als verdoppelt - von 18 auf 38 Prozent im Westen und von 20 auf 42 Prozent im Osten. Als Gründe nannte Schleyer die Expansion des Gewerbebaus sowie Vorzieheffekte als Reflex auf die anstehende Mehrwertsteuererhöhung. Auch die Förderung der Energie sparenden Gebäudesanierung und der Steuerbonus auf Handwerksleistungen machten sich positiv bemerkbar.

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