London
Bombensicheres Geschäft im Finanzdistrikt

Ein Start-up-Unternehmen hat Mülltonnen entwickelt, die neben der klassischen Sammelfunktion der Wucht von Explosionen widerstehen und zusätzlich Nachrichten aus aller Welt vermitteln.
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LondonZunächst hasten die meisten Passanten einfach an der schwarzen Mülltonne vorbei, die am Ausgang einer U-Bahn-Station im Londoner Finanzviertel steht – um sich Sekunden später doch umzudrehen oder sogar stehen zu bleiben. Es sind die flimmernden Bildschirme an zwei Seiten des Behälters, die Menschen irritieren. Die Displays informierten gestern unter anderem über Verluste der Royal Bank of Scotland oder Bombenanschläge im Irak.

„Erst hab ich gedacht, das ist Werbung mitten auf dem Gehweg“, sagt Richard Lane, der in einer Bankfiliale um die Ecke arbeitet, „erst auf den zweiten Blick fiel mir auf, dass das ein Mülleimer ist, das habe ich hier seit Ewigkeiten nicht gesehen.“

Tatsächlich sind Mülltonnen eine kleine Sensation in Londons Straßen: Aus Angst vor Bombenanschlägen hatte die Verwaltung besonders an stark belebten Kreuzungen, an Bushaltestellen und U-Bahn-Stationen seit Jahrzehnten auf die Installation von Abfalleimern verzichtet. Bis heute.

Ein Start-up-Unternehmen mit dem Namen Renew hat Mülltonnen entwickelt, die die Wucht einer Bombenexplosion durch den Einsatz eines speziellen Materials deutlich besser abfangen können als bisherige Lösungen – und die auch Börsenkurse, Wettervorhersagen, die neuesten Nachrichten oder Störungen im U-Bahn-Netz verbreiten.

Die Behälter sind nur mit einem schmalen Schlitz versehen, um das Deponieren einer Bombe zu erschweren. Die Sicherheit der Mülltonnen hat das Unternehmen in den Wüsten Mexikos getestet. Bis zu den Olympischen Spielen, die Ende Juli in der britischen Hauptstadt beginnen, wird Renew 100 Abfalleimer im Finanzviertel aufstellen.

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  • Fazit: Müllpropaganda - bald überall, unentrinnbar!

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