Maschinenbauer Manz
Opfer der eigenen Risikofreude

PremiumBeim Maschinenbauer Manz geht es um die Existenz, der Großaktionär aus China könnte die Macht komplett an sich reißen. Die Probleme begannen mit einem Großauftrag – von Apple. Doch das ist nur die halbe Wahrheit.

Dieter Manz presst die Lippen zusammen, runzelt die Stirn, nestelt an seiner Armbanduhr: alles typische Gesten der Verlegenheit. Verflogen ist der Elan, mit dem er früher die Aktionäre des Reutlinger Maschinenbau- und Automatisierungsspezialisten in den Bann zog. In seiner Rede auf der Hauptversammlung in der „Filharmonie“, einer biederen Veranstaltungshalle nahe Stuttgart, schlägt er Molltöne an: „Es gab auch Rückschläge.“

Das ist mehr als untertrieben. Bereits eingebuchte Großaufträge fielen plötzlich aus. Zweimal musste er im vergangenen Jahr die Prognose kassieren. Statt erwarteter 320 nur 222 Millionen Euro Umsatz. Unterm Strich stand ein Verlust von mehr als 60 Millionen Euro. Über 20...

 
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