Medizintechnik
Brasiliens blühender Gesundheitsmarkt

Mit Medizin- und Gesundheitstechnik machen Firmen in Brasilien derzeit hohe Umsätze. Der Branchenverband Abimo erwartet für 2009 einen Anstieg von 8 Prozent nach einem Absatzplus von 5 Prozent im vergangenen Jahr. Deutsche Firmen drängen auf den Wachstumsmarkt.

SAO PAULO. Die Zahlen zum brasilianischen Gesundheitsmarkt, die der Branchenverband Abimo kürzlich veröffentlichte, sorgten für eine positive Überraschung. Der Umsatz von Medizin- und Gesundheitstechnik lag 2008 bei rund 4 Mrd. US-Dollar und übertraf damit das Vorjahresergebnis um 5 Prozent. Im kommenden Jahr soll das Plus bei 8 Prozent liegen. Die Branche konnte ihre rund 31.000 Arbeitsplätze bislang erhalten. Für Abimo-Präsident Franco Pallamolla hängt die positive Entwicklung mit frühzeitigen Ausgaben für Forschung und Entwicklung zusammen, die die Branche jährlich etwa 5 Prozent ihres Umsatzes kosten.

Derweil verstärken internationale Konzerne wie Siemens, GE und Philips ihr Engagement in Brasilien. GE baut seine Produktionsstätte in Contagem im Bundesstaat Minas Gerais drei Mal groß wie geplant. Siemens Medical Solutions dürfte dieselbe Richtung einschlagen, so steigerte das Unternehmen seinen Umsatz in Brasilien weitaus stärker als den weltweiten. "Die wachsende und alternde Bevölkerung Brasiliens erfordert stärkere Investitionen sowohl in die medizinische Behandlung als auch die Prävention", sagt Reynaldo Makoto Goto, der Leiter des strategischen Marketings bei Siemens Medical Solutions.

Goto sieht große Wachstumspotenziale im Segment der Laboranalyse. Die Laborlandschaft Brasiliens durchläuft gerade eine Konsolidierungsphase. Führende Labore sind Fleury und Dasa. Als Wachstumsmarkt gilt der Bundesstaat Minas Gerais, in den 2009 Investitionen in Höhe von 100 Mio. brasilianischen Real (R$; etwa 37,2 Mio. Euro) fließen sollen. Hier versucht das Unternehmen IHP, seine dominierende Position auszubauen, noch bevor sich Fleury und Dasa ansiedeln. Für 40 Mio. R$ plant IHP ein Analysezentrum in der Nähe von Belo Horizonte. Ferner baut dort die Firma Unimed für 60 Mio. R$ ein Krankenhaus mit 230 Betten.

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