Mehr Verbraucherinsolvenzen
Weniger Firmen gehen Pleite

Die Zahl der Unternehmenspleiten ist im ersten Halbjahr 2006 um 15,1 Prozent zurückgegangen. Während die Unternehmen besser über die Runden kommen, entwickelt sich die Zahl der Verbraucherpleiten nach wie vor besorgniserregend.

HB WIESBADEN. Im ersten Halbjahr 2006 wurden 16 265 Firmeninsolvenzen gemeldet, das waren 15,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch berichtete. Der seit Anfang 2005 anhaltende Trend setzt sich damit weiter fort. Im Juni dieses Jahres betrug der Rückgang sogar knapp 30 Prozent auf 2419 Fälle.

Dagegen stieg die Zahl der Verbraucherinsolvenzen im ersten Halbjahr erneut deutlich um 41,5 Prozent auf 43 761 Fälle. Diesen Anstieg führen Experten auf Gesetzesänderungen zurück, mit denen die Eröffnung von Privatinsolvenzverfahren vereinfacht worden war. Ein direkter Rückschluss auf die Zahl der überschuldeten Haushalte ist daher nicht möglich. Nach Schätzungen sind in Deutschland rund drei Mill. Haushalte überschuldet.

Die offenen Forderungen betrugen im ersten Halbjahr insgesamt 16,9 Mrd. Euro, im Vorjahreszeitraum waren es 18,3 Mrd. Euro. 60 Prozent aller Forderungen entfallen auf Unternehmenspleiten.

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