Messen als Motor für den Export
Immer neue Tore zur Welt

Um Kunden im Ausland zu gewinnen, reichen zunehmend mehr deutschen Unternehmen Post und Internet nicht mehr aus. Sie nutzen Messen im Ausland als Motor für den Export. Mittlerweile fördert sogar die Bundesregierung das Engagement.

BREMEN. „Was man in seinen Prospekten verspricht, muss man auch beweisen“, sagt Klaus Müller, Kommunikationsleiter beim Holzmaschinenhersteller Weinig. „Gerade die ausländischen Kunden müssen unsere Produkte auch anfassen können.“

Deshalb verfrachtet die Michael Weinig AG demnächst eine ganze Produktionsstrecke von Tauberbischofsheim nach Moskau - um deren Können auf der Holzfachmesse „Wood Ex“ Anfang Dezember auf 300 Quadratmetern zu präsentieren. 200 000 Euro lässt Weinig sich den Auftritt auf der Holzleitmesse kosten.

„Schwer zu sagen, wie sehr sich das lohnt, weil man gerade den Erfolg von Messepräsentationen im Ausland kaum messen kann“, schätzt Weinig-Kommunikationsleiter Müller. „Aber als Marktführer mit 90 Prozent Exportanteil müssen wir einfach auf den wichtigsten Veranstaltungen vertreten sein.“ Mit Anzeigen in internationalen Fachzeitschriften hat Weinig vorab für die Live-Vorführung ihrer Maschinen geworben.

Mit neuen Fachmessen wie der Wood Ex machen Veranstalter im Ausland deutschen Messeplätzen zunehmend Konkurrenz. 2005 hat in Mailand das nach Hannover zweitgrößte Messegelände der Welt seine Pforten eröffnet. Auch das spanische Valencia, die Paris Expo sowie die Messe Birmingham nehmen die Verfolgung auf. In China entsteht gleich eine Hand voll neuer Gelände: In Guangzhou, Shenzhen und Pudong bei Shanghai finden regelmäßig wichtige Fachveranstaltungen statt.

Wie wichtig diese Standorte für deutsche Unternehmen sind, zeigen aktuelle Zahlen des Ausstellungs- und Messe-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (AUMA): Die meisten der neuen Weltmessen finden in China statt, etliche in Russland. Die wichtigsten Städte waren dabei Shanghai und die russische Hauptstadt Moskau.

Die Beteiligung an Messen im Ausland wird zunehmend als eines der wichtigsten und effektivsten Exportmarketinginstrumente der deutschen Wirtschaft erkannt. Auch für die Suche von Kooperationspartnern, für Einkauf und Investition im Ausland haben sie herausragende Bedeutung. „Wir erwirtschaften rund zwei Drittel unseres Gesamtumsatzes im Ausland“, sagt Thorsten Kortemeier, Geschäftsführer des Optikherstellers Minox in Wetzlar. „Auslandsmessen haben somit für uns einen sehr hohen Stellenwert.“

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