Mittelständische Baufirmen
Einmal erdacht, hundertfach gemacht

Viele mittelständische Baufirmen setzen inzwischen auf Franchise-Systeme, um ihre Umsätze anzukurbeln. Das Prinzip ist einfach und funktioniert stets ähnlich: Unter einer Dachmarke entwickelt ein Unternehmen verschiedene Haustypen, die aus standardisierten Modulen bestehen und nach Kundenwunsch angepasst werden können.

KÖLN. Als Maximilian Haas 1992 im mittelfränkischen Langenzenn den Bauträger MHW Wohnbau GmbH gründete, ahnte er nicht, dass dieses einträgliche Geschäft schon zehn Jahre später nicht mehr recht laufen wollte: „Die Preise waren am Boden und der Konkurrenzkampf stark“, erinnert sich Haas an schlechte Zeiten. 2004 schloss er sich deshalb dem Franchise-System von Town & Country Haus an. „Im ersten Jahr habe ich 15 Town & Country Häuser gebaut, heute baue ich jährlich mehr als 41“, freut sich der Bauunternehmer.

Der Franchise-Nehmer übernimmt die Umsetzung: Vom ersten Kontakt mit dem Bauherrn bis zur schlüsselfertigen Übergabe des Hauses. Er arbeitet auf eigenen Namen und Rechnung, profitiert aber von der Bekanntheit der Häusermarke. Denn die Franchise-Geber machen ihrerseits regionale und überregionale Werbung. Sie bieten Schulungen und Seminare an, helfen bei Kalkulation und Kundenmanagement. Und beide Seiten verdienen: Der Bauunternehmer an der Marge beim Hausverkauf und der Franchise-Geber an den Lizenzgebühren, die pro gebautem Haus zu zahlen sind.

Torben Leif Brodersen, Geschäftsführer des Deutschen Franchise-Verbands (DFV), rät Mittelständlern der Bauwirtschaft zum Franchising: „Durch das Netzwerk hat man Zugang zum Know-How der anderen Partner und kann außerdem Einkaufsvorteile erzielen“, sagt Brodersen. Hausbauer Maximilian Haas nennt noch einen Vorteil: „Man muss sich nicht mehr um die Neuentwicklung von Häusern kümmern und kann sich ganz auf sein Geschäft, das Häuserbauen, konzentrieren.“

Neben Haas sind noch über 250 weitere Partnerunternehmen für Town & Country im Einsatz. Die Systemzentrale in Behringen entwickelt regelmäßig neue Haus-Typen. „Momentan sind Energiespar- und Solarhäuser ein wichtiges Thema“, sagt Geschäftsführerin Gabriele Dawo. Freilich genießt auch die Weiterentwicklung der Partner hohe Priorität: Für seine Franchise-Nehmer bietet das Unternehmen sogar eine Weiterbildung zum Hausverkäufer bei der IHK an.

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