Mittelständler René Staudt
Erste Adresse in der Fotografie-Branche

In der Branche gilt der Mittelständler René Staudt als Großkonzern und erste Adresse. Mit seinem Fotostudio hat er sich auf aufwendige Aufnahmen von Autos spezialisiert und somit die Weichen auf Erfolg gestellt.

Leonberg, Mollenbachstraße 3. Gut 15 Kilometer von der Stuttgarter Innenstadt entfernt erhebt sich mitten im Industriegebiet ein würfelförmiger Bau. Auf den ersten Blick wirkt das Gebäude wie eine Fabrik oder ein Zentrallager, doch lagern hier weder Ersatzteile noch malochen Arbeiter am Fließband - der Komplex ist eines der größten Fotostudios Deutschlands.

Wenn Automobile für Kataloge, Werbeaufnahmen oder für Kalender abzulichten sind, ist René Staudt eine erste Adresse. In seiner Branche gilt der Mittelständler als Großkonzern: 25 feste Mitarbeiter, 2 000 Quadratmeter Studiofläche, darunter ein Großraumstudio von 600 Quadratmetern mit neun Meter Höhe und begehbarer Galerie, 600 Meter Deckenschienen, Laufkräne, dazu ein Blitzlichtsystem mit 280 000 Wattsekunden Blitzleistung. Zu den Studios gehört sogar eine eigene Schreinerwerkstatt, in der die Angestellten Kulissen für die Aufnahmen zimmern.

Die Fotografie hat schon immer Staudts Leben bestimmt. Als 14-Jähriger richtete er sich im Keller des Hauses seiner Eltern ein Fotostudio ein.

Nach der mittleren Reife absolvierte er eine Lehre als Fotograf, schlug sich danach mit dem Ablichten von Hochzeiten und Familienfeiern durch, machte kleinere Aufträge für Stuttgarter Einzelhändler. Der Erfolg kam mit der Spezialisierung und vor allem mit der Entwicklung des Blitzlichtsystems "Magic flash" 1982. "Damals wurden Automobile fast nur unter freiem Licht fotografiert - mit manchmal magerem Ergebnis." Staudt installierte mit Magic Flash als Erster riesige Blitzlichtwannen, große leuchtende Kästen mit bis zu zwölf Meter Länge, die über den Automobilen oder sonstigen Großobjekten schweben. Die Technik hat Staudt seitdem ständig perfektioniert. Und sich zum Komplettanbieter entwickelt, bei dem Kunden auch fertige Druckerzeugnisse bestellen können, inklusive Text und Layout.

Heute betreibt er neben seinen Leonberger Studios auch eine Filiale auf Mallorca für Außenaufnahmen. Der Umsatz der Gruppe beträgt rund drei Millionen Euro. Zu Staudts Kunden gehören DaimlerChrysler, Aston Martin, Porsche, Ferrari, aber auch der ADAC, Ford, Opel, MAN und Volkswagen.

Staudts Studios sind gesichert wie der Safe einer Nationalbank. Ohne Chipkarte bleiben sämtliche Türen verschlossen. "Wir haben hier oft Modelle, die noch nicht das Licht der Öffentlichkeit erblickt haben", sagt Staudt. Um die Diskretion zu gewährleisten, entwickeln die Staudt-Studios alle Bilder im eigenen Haus.

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