Neue Produkte
Factoring schafft schnelle Liquidität

Das so genannte Factoring, der Verkauf von Forderungen ist für Mittelständler eine angenehme Sache. Es schafft schnelle Liquidität und es stellt eine Absicherung gegen das Ausfallrisiko dar. Kein Wunder dass es immer mehr Anbieter mit immer neuen Produkten gibt. Ein Überblick.

PADERBORN "Mittelständische Unternehmen verkaufen zunehmend selbstbewusst ihre Forderungen als Assets am Markt, um ihre Liquidität - bankenunabhängig - sicherzustellen. Die Anbieterseite stellt sich diesen Herausforderungen mit neuen Produkten und spezialisierten Factoring-Varianten, die den unterschiedlichen Bedürfnissen des Mittelstandes in besonderer Weise entsprechen." Dies ist die Aussage des Factoringverbandes in seiner jüngst abgegebenen Presseerklärung zum Geschäftsjahr 2006. Neben den gängigen Factoring-Varianten Inhouse-Factoring, Standard-Factoring und Fälligkeits-Factoring haben sich mittlerweile weitere Produkte erfolgreich am Markt etabliert.

Konnte das Factoringgeschäft bei führenden Instituten im vergangenen Jahr Umsatzsteigerungen von mehr als 30 Prozent verbuchen, so brachte es die Siemens Financial Services GmbH (SFS) auf eine Steigerung von mehr als 43 Prozent mit ihrem Produkt "ABS- Light". Dieses verbindet Merkmale des klassischen Factoring mit denen der Asset-Backed Securities (ABS). Bei dieser Lösung kauft SFS Forderungsbestände ab einem Volumen von 3 Mill. Euro auf revolvierender Basis an und nimmt sie auf die eigene Bilanz - im Unterschied zu einer Platzierung am Kapitalmarkt. So kann die Umsetzung sehr viel schneller als bei der klassischen ABS, nämlich in drei bis sechs Wochen erfolgen. Grundsätzlich wird das Ausfallrisiko zu 100 Prozent getragen. Limitübernahmen erfolgen über ein eigenes Limitsystem, so dass ein Ankauf von Forderungen nicht daran gekoppelt ist, ob eine Kreditversicherung Limite stellen kann oder nicht.

ABS-Light richtet sich vor allem an mittelständische Unternehmen, die eine besicherte und bankenunabhängige Finanzierungslösung suchen, wobei bestehende Kontoverbindungen beibehalten werden können.

Im Jahr 2002 hat die Postbank Factoring GmbH ihr operatives Geschäft aufgenommen. Sie setzte im Jahr 2006 bereits 5,6 Mrd. Euro um. Neben verschiedenen Factoring-Produkten für Unternehmen unterschiedlicher Größenordnung bietet sie auch ein Factoring-Light-Produkt speziell für Unternehmen mit einem Umsatz von ein bis fünf Mill. Euro jährlich an. Damit bevorschusst sie Forderungsgegenwerte bis zu 90 Prozent. Der Restbetrag wird nach Zahlungseingang ausgezahlt. Die Rechnungen des Factors müssen hierbei einen Abtretungsvermerk tragen, und die abgetretenen Forderungsbeträge auf ein bestimmtes Konto der Factoring-Gesellschaft gezahlt werden. Als Serviceleistungen übernimmt die Factoring-Gesellschaft das Debitorenmanagement, die Abwicklung des Zahlungsverkehrs, die Durchführung des Mahn- und Inkassowesens, das täglichen Update des Forderungsbestandes via Datentransfer sowie die Archivierung. Zu ihren Leistungen gehört auch die Neukundenprüfung im In-und Ausland, die permanente Überwachung des Debitorenbestandes, die Übernahme des Ausfallrisikos bis zu 100 Prozent sowie die Schadensabwicklung.

Der Geschäftsbereich Liquiditätsmanagement von EOS Hamburg übernimmt auch zahlungsgestörte Forderungen, etwa kaufmännisch ausgemahnte oder ausgeklagte Außenstände im Rahmen von Forderungskäufen. Während Factoring langfristig angelegt ist, kann der Kunde beim Forderungskauf seine Außenstände einmalig oder regelmäßig abtreten. Umsätze werden hierbei kurzfristig im Ganzen finanziert - der Cashflow ist für Kunden kontinuierlich und kalkulierbar. Das verkaufende Unternehmen verschafft sich auf diese Weise Liquidität und Freiräume für sein Kerngeschäft. EOS übernimmt die Forderungen auf eigene Rechnung und trägt das Ausfallrisiko.

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