Nischen-Märkte
Fachleute für Pferde, Obst und Mode

Konzerne und Billiganbieter machen es Mittelständlern schwer: Um sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen setzen viele mittelständische Logistikunternehmen auf Nischen-Märkte – nur so können sie sich vom Preiskampf mit der übermächtigen Konkurrenz befreien.

KÖLN. Die Edeka-Supermärkte werben deutschlandweit mit ihrer Liebe zu Lebensmitteln: „Die meisten träumen von Geld, Macht oder Sex. Wir träumen von frischem, knackigen Staudensellerie.“ Dass alle Waren bei Edeka frisch ins Regal kommen, dafür sorgt Franz-Peter Vendel, Gründer und Inhaber der gleichnamigen Spedition in Bornheim im Rheinland, die sich auf verderbliche Lebensmittel spezialisiert hat. „Meist werden die Produkte morgens bestellt, nachmittags geerntet, abends verladen und nachts transportiert“, erzählt Peter Cremer, zweiter Geschäftsführer des Unternehmens.

Viele mittelständische Logistiker tun es dem Gemüse- und Obst-Transporteur gleich: Sie spezialisieren sich, um sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Denn Konzerne und Billiganbieter machen Mittelständlern das Leben schwer. Obwohl der Umsatz der Speditions- und Logistik-Branche in Deutschland 2006 laut Bundesvereinigung Logistik (BVL) auf 189 Mrd. Euro gestiegen ist, steht die Branche unter Druck: „Auftrags- und Umsatzsteigerungen haben nicht im gleichen Maß zur Verbesserung der Erträge geführt“, klagt der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ).

Mittelständische Logistikunternehmen wollen sich vom Preiskampf abkoppeln, indem sie sich spezialisieren. Weniger Konkurrenz, mehr Qualität und Kundenbindung lautet die Strategie der Unternehmer, die sich in die Nischen flüchten.

Gemüse-Fahrer Vendel hat damit schon lange Erfahrung: Seit über zwanzig Jahren beliefert er schon 43 Edeka-Lager mit frischem Obst und Gemüse. Für Vendel war der Anfang kein Sprung ins kalte Wasser, denn schon sein Vater war Gemüsehändler. Mit den Bedürfnissen der Frischwarenhändler bestens vertraut, brachte Vendel junior 1984 dann erste „fahrbare Kühlschränke“ auf Deutschlands Straßen. Lieferwagen mit Kühlaggregaten galten damals als absolute Neuheit.

Mittlerweile transportiert die Spedition Vendel europaweit und in modernen Fahrzeugen. Die programmierbaren Kühlanlagen bezieht Vendel ausschließlich vom Marktführer für Transportkühlung. Mit diesen Spezialanfertigungen wird schnelles Auftragswachstum allerdings zum Problem. Denn der Logistiker muss sechs bis acht Monate auf die Lieferung eines neuen Transporters warten.

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