Potenzial im Logistiksektor
Malaysia bietet Mittelständlern gute Chancen

Die deutschen Wirtschaftsbeziehungen zu Malaysia ruhen auf einem soliden Fundament und sind weiter ausbaufähig. Das generelle Klima zwischen beiden Ländern ist gut. Neue Geschäftschancen bestehen nicht zuletzt für mittelständische Unternehmen, die sich den expandierenden asiatischen Markt erschließen wollen.

bfai KUALA LUMPUR. Diesen Eindruck erweckte auch der jüngste Wirtschaftsdialog zwischen beiden Ländern im Rahmen der 2. Sitzung des Deutsch-Malaysischen Gemeinsamen Wirtschaftsausschusses in Kuala Lumpur. Der Wirtschaftsausschuss, dem auf deutscher Seite Bundeswirtschaftsminister Michael Glos vorsteht, war erst im Oktober 2004 gegründet worden. Der Minister wurde von einer umfangreichen Delegation von Regierungsvertretern, Parlamentsmitgliedern und Vertretern der privaten Wirtschaft begleitet, die sich unter Einschluss der in Malaysia lokal ansässigen deutschen Teilnehmer auf rund 130 Personen belief - eine der größten Wirtschaftsdelegationen aus Deutschland, die je das südostasiatische Land besucht hat.

Minister Glos zeigte sich mit dem Verlauf der Begegnung zufrieden und sah gute Chancen für ein verstärktes wirtschaftliches Engagement deutscher Firmen in Malaysia. Er wünschte sich zudem noch mehr Aktivitäten mittelständischer Unternehmen. Auch die Vorsitzende des Ausschusses auf malaysischer Seite, Handels- und Industrieministerin Rafidah Aziz, betonte das Interesse, mehr deutsche Unternehmen mit ihrer Expertise und ihrem Know-how in Malaysia zu sehen; sie war sichtlich angetan von der massiven Präsenz deutscher Firmenvertreter anlässlich des Treffens.

Zum Inhalt der offiziellen Gespräche gehörten unter anderem internationale Themen wie die Entwicklung der Weltwirtschaft, der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN und der Welthandelsorganisation WTO. Die Handelsministerin informierte die deutsche Seite über das unlängst in der malaysischen Hauptstadt zu Ende gegangene 38. Treffen der Wirtschaftsminister und die Entwicklung der Freihandelsinitiativen von ASEAN mit der VR China, Indien, Japan, Korea (Rep.), Australien und Neuseeland. Auf bilateraler Ebene zählten recht konkrete malaysische Vorschläge zur Intensivierung der Zusammenarbeit zu den Gesprächsgegenständen (zum Beispiel Technologien des Früchteanbaus sowie zur Anwendung von Pestiziden, Forschungskooperation im Bereich der "Thermoelectric Cooler Materials").

In der Plenarsitzung mit Vertretern der deutschen Wirtschaft wies die malaysische Seite auf die großen Geschäftsmöglichkeiten hin, die der Standort deutschen Unternehmen eröffne, sich nicht nur Malaysia selbst und den regionalen Markt zu erschließen, sondern mit der fortschreitenden Integration auch den weiteren asiatischen Raum. Während der Gespräche unterstrich Minister Glos wiederholt das Interesse an verstärkten malaysischen Investitionen in Deutschland und verwies umgekehrt auf den damit verbundenen Zugang zum weltweit größten Gemeinschaftsmarkt der EU.

Die deutschen Wirtschaftsvertreter hatten Gelegenheit, sich mit dem 9. Malaysiaplan 2006/2010, dem erst kürzlich verabschiedeten 3. Industriemasterplan 2006/2020 sowie den Möglichkeiten einer Zusammenarbeit bei Bauprojekten bekannt zu machen. Dabei wird vornehmlich an Projekte in Drittländern gedacht. Arrondiert wurde das Programm durch eine vom Handelsministerium organisierte Kontaktbörse, an der sich 220 malaysische Unternehmen beteiligten.

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