Privater Messeveranstalter Wolfgang Kater
Ein guter Sucher für Besucher

Seine erste Messe war ein Flop. Von seinem Konzept war der private Messeveranstalter Wolfgang Kater zwar überzeugt, allein die Besucher blieben aus. Später hatte der 63-Jährige meist den richtigen Riecher. Kater behauptet sich seit 26 Jahren erfolgreich gegen die Großen der Branche.

KÖLN. : „Meine erste Messe hatte den Titel Fabrik ´81“, berichtet Wolfgang Kater. „Sie fand auf dem Kölner Messegelände statt, von dem Konzept war ich absolut überzeugt.“ Es sollte um das Equipment für eine Fabrikhalle gehen. Als Partner gewann Kater sogar den Verein Deutscher Ingenieure (VDI). „Was damals leider fehlte, waren die Besucher.“

Heute sitzt Kater in seinem Büro im Düsseldorfer Zooviertel am Schreibtisch in seinem schwarzen Lederchefsessel und kann über die holprigen Anfänge lachen. An den Bürowänden hängen Drucke von Stichen der ersten Weltausstellung 1851 in London. „Diese Messe damals setzte Maßstäbe“, erklärt der 63-Jährige, der in den vergangenen Jahrzehnten ebenfalls Messe-Maßstäbe gesetzt hat - wenn auch in kleinerem Rahmen. Kater veranstaltet seit 26 Jahren Fachmessen auf der ganzen Welt. Mit rund 40 Mitarbeitern behauptet er sich gegen die großen deutschen Messegesellschaften. Seit den Neunziger Jahren setzt er auf Auslandsmessen und fährt gut damit. Im September 2006 veranstaltete die Dr. Kater Marketing GmbH innerhalb von nur vier Wochen eine Musikmesse an der australischen Ostküste, eine Schmuckmesse in Hongkong und eine Modemesse in Dubai.

„Den Messebazillus werde ich nicht mehr los“, sagt der Unternehmer und lacht. Sein heutiges Erfolgsrezept sind Kongressmessen - Kongress und Messe finden an einem Ort statt, die Programme aufeinander abgestimmt. „Eine Messe besteht zu einem Viertel aus Konzept und drei Vierteln aus Marketing. Ich sage immer: Das mit der Organisation kriegen wir auch noch hin“, scherzt der gebürtige Braunschweiger. So bringt er es inzwischen auf 20 Messen und Kongresse auf allen fünf Erdteilen.

Als der Gründer Anfang der Achtziger Jahre für Reed Exhibitions amerikanische Messekonzepte nach Deutschland importierte, waren die Reaktionen alles andere als positiv: „Ich wurde als enfant terrible gesehen, vor allem, weil ich ja dafür sorgen sollte, dass ein Unternehmen aus den USA in den deutschen Markt eintritt.“ Sein damaliger Chef Saul Poliak ist für ihn heute noch ein Vorbild. „Die Art und seine Auffassung seines Unternehmertums hat mich sehr geprägt.

Das deutsche Konzept, wonach der Besitzer eines Messegeländes gleichzeitig die Messen organisiert, ist in den USA völlig unbekannt, sagt Kater. „Am Messegelände von Chicago sind beispielsweise die örtliche Handelskammer genauso wie der örtliche Verband der Taxiunternehmer beteiligt. Die wollen nur das Gelände zur Verfügung stellen.“

Katers drittes Messekonzept, die „Marketing Services“ in Frankfurt, wurde ein voller Erfolg - inzwischen ist sie die größte Marketing-Messe Europas.

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