RFID-Chips
Funktechnik setzt sich durch

Ein herkömmlicher Strichcode enthält in der Regel meist eine die Identifikationsnummer und eine Auftragsnummer - das wars. Mit modernen RFID-Etiketten lassen sich deutlich mehr Warendetails speichern und die Logistik wesentlich besser organisieren. Auch viele Mittelständler nutzen inzwischen die neue Chiptechnologie.

MAINZ. Funketiketten, die Unternehmen auf Waren und Paletten kleben können, setzen sich immer weiter durch. Die Technik namens Radio Frequency Identification (RFID) hat ihre Kinderkrankheiten überwunden. Der RFID-Report des Freiburger Instituts für Informatik und Gesellschaft belegt: 2008 nutzten bereits 26 Prozent der mittelständischen Unternehmen in Deutschland diese Erkennungstechnik. „Das RFID-Etikett tritt damit in Konkurrenz zum herkömmlichen Barcode“, sagt Michael Schenk, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF).

Die Vorteile der Funketiketten liegen auf der Hand: „Mit den RFID-Tags weiß ein Lagerarbeiter immer, wo sich ein gesuchtes Teil befindet“, sagt Schenk. Besonders bei teuren Waren sei das ein großer Vorteil, denn es gehe nichts verloren. Zudem wird die Lagerverwaltung durch die Funkerkennung schneller, einfacher und transparenter.

Zudem wird das Speichern von Informationen leichter. „Auf RFID-Tags lässt sich eine ganze Lebensakte der Ware hinterlegen“, sagt Schenk. Ob Herkunft, Herstelldatum oder Zielort – das Funketikett ersetzt den Lagerbeleg. Ein Lesegerät erkennt bei Bedarf die Daten und gibt sie an das Lagerverwaltungssystem weiter. „Fehlerquoten bei der Aufnahme der Ware per Hand oder eine Verwechslung lassen sich so minimieren“, sagt Schenk.

Derzeit können die besten RFID-Mikrochips bis zu 12 Megabite Daten fassen. Sie sind teilweise mehrfach beschreibbar und somit lange verwendbar. Unternehmen können Informationen während der Prozesse hinzufügen.

Ein herkömmlicher Strichcode hingegen enthält in der Regel lediglich die Identifikations- und Auftragsnummer der Ware. Die Information lässt sich während des Ein-, Um- und Auslagerns innerhalb eines Unternehmens nicht erweitern. Zudem muss das Lesegerät Sichtkontakt zum Code haben, um den Barcode erfassen zu können. Und: Durch Wasser, Farbe oder Kratzer werden Barcodes oft unleserlich und müssen immer wieder ersetzt werden.

RFID-Funketiketten hingegen lassen sich aus einer Entfernung von über 100 Metern lesen und zu jedem Zeitpunkt mit zusätzlichen Informationen beschreiben. Die Konsequenz: 51 Prozent der mittelständischen Unternehmen in Deutschland, die RFID-Tags bereits nutzen, ersetzen mit der Technologie den Barcode komplett.

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