Seit Juni ist Walter Tschischka neuer ZVEH-Präsident
Im Elektro-Handwerk wird Stagnation erwartet

Das deutsche Elektro-Handwerk blickt düster in die Zukunft. Der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) berichtet am Montag in Frankfurt, dass nach einer aktuellen Umfrage nur 9,2 Prozent von rund 4 500 befragten Betrieben ihre wirtschaftliche Lage derzeit als gut bezeichnen.

HB FRANKFURT. Knapp 55 Prozent sprechen dagegen von einem schlechten Geschäft. „Die wirtschaftliche Lage bleibt weiter äußerst angespannt“, sagte der neue Verbands-Präsident Walter Tschischka.

Die Umfragewerte seien genauso schlecht wie im Vorjahr - damals beurteilten die Firmen ihre Lage so negativ wie noch nie. Für das laufende Jahr erwartet die Branche zum ersten Mal seit 2001 ein Ende des Abwärtstrends und eine Stagnation auf Vorjahresniveau. „Die Talsohle ist jetzt endlich erreicht“, sagte Tschischka. Die Branche setze ihre Hoffnungen auf das Baugewerbe, dessen Lage sich entspanne, sowie auf den Bedarf an Energiesparanlagen in privaten Haushalten.

2003 sanken die Umsätze des Elektro-Handwerks um 6,8 Prozent auf 30,4 Milliarden Euro. Ursache für den Rückgang seien die allgemeine Konjunkturschwäche, der starke Konkurrenzdruck durch Billiganbieter sowie die geschrumpften Bauinvestitionen, berichtete der Verband. Die Zahl der Beschäftigten im elektro- und informationstechnischen Handwerk sei 2003 um 5,7 Prozent auf rund 350 000 zurückgegangen.

Der 55-jährige Tschischka, Präsident der Handwerkskammer Mannheim, ist seit Anfang Juni neuer ZVEH-Präsident. Er löste Karl Hagedorn ab, der seit 1992 an der Spitze der Organisation stand.

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