Staatsgeld
Mittelstand greift zu Rettungsfonds

Der Mittelstand nutzt den Rettungsfonds für notleidende Unternehmen. Vor allem das verarbeitende Gewerbe greift zu. Und Süddeutschland liegt vorne.

HB BERLIN. Der Rettungsfonds für notleidende Unternehmen wird gut zwei Monate nach seinem Start auch vom Mittelstand rege genutzt. Bislang lägen 1104 Kreditanträge mit einem Volumen von 4,5 Mrd. Euro vor, sagte der Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Hartmut Schauerte, am Dienstag in Berlin. "Das neue Kredit- und Bürgschaftsprogramm wird von den Unternehmen gut angenommen." Von den Anträgen seien 304 bewilligt und 177 abgelehnt worden. Mehr als die Hälfte aller Anträge komme aus dem verarbeitenden Gewerbe. Im April habe die Zahl der Anträge deutlich zugenommen.

Auf den Mittelstand entfielen circa 1,9 Mrd. Euro und 2,5 Mrd. Euro auf große Unternehmen, sagte der Wirtschaftsstaatssekretär. Die Mittelständler verwendeten die Kredite zu zwei Dritteln für Investitionsvorhaben, aber eben auch für Betriebsmittel, um die allgemeine Liquidität zu sichern. Dies zeigt laut Schauerte die aktuell schwierige Situation vieler Unternehmen. Zuletzt gab es Kritik, die Hilfe richte sich nur an Großkonzerne.

Bei den Bundesländern liegen Bayern (253 Anträge), Nordrhein- Westfalen (236) und Baden-Württemberg (210) vorn. Aus den neuen Ländern inklusive Berlin kamen 130 Anträge. Zu den Voraussetzungen gehört, dass die Unternehmen vor der Krise wirtschaftlich gesund waren und Perspektiven für ein Überleben nach der Krise haben.

Der Rettungsfonds war im März gestartet. Er besteht aus einem Bürgschaftsprogramm von 75 Mrd. Euro und Krediten von 25 Mrd. Euro. Einschließlich der Kredithilfen aus dem ersten Konjunkturpaket beläuft sich das Hilfsvolumen auf 115 Milliarden.

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