Standard-Mezzanine
Markt für Hybridkapital bricht ein

Der einstige Wachstumsmarkt von Standard-Mezzanine für mittelständische Unternehmen ist im vergangenen Jahr kräftig eingebrochen. Nur zwei Programme für die ungesicherten Darlehen, die Unternehmen dem wirtschaftlichen Eigenkapital zurechnen dürfen, konnten 2007 verbrieft werden. Die Marktführer Hypovereinsbank und HSBC blieben die einzigen Anbieter.

bas FRANKFURT. So sank das Volumen der emittierten Mezzanine-Verbriefungen von knapp 1,4 Mrd. Euro im Jahr 2006 auf nur noch knapp 580 Mill. Euro im vergangenen Jahr. Guido Bruch, Betreiber des Branchenportals Mezzanine-Bericht.de, rechnet angesichts der Probleme im Markt mit einer Konsolidierung der Anbieter. Denn um bei Investoren auf Interesse zu stoßen, seien künftig Verbriefungsvolumina von rund 500 Mill. Euro nötig, um das Risiko von Ausfällen breiter zu streuen.

Die Verbriefung ist zentral zur Refinanzierung der Programme. Hatten Ausfälle von Mezzanine-Nehmern 2006 und 2007 die Verbriefungen schon erschwert, legte die Finanzkrise in der zweiten Jahreshälfte 2007 den Verbriefungsmarkt auch für Mezzanine-Programme völlig lahm.

Für mittelständische Unternehmen kommt der Einbruch zur Unzeit. Denn ist Mezzanine auch teurer als ein klassischer Bankkredit, war es für viele Unternehmen eine willkommene Ergänzung in der Finanzierung. Zudem wachsen gerade die Sorgen über einen erschwerten Kreditzugang für kleinere Unternehmen. Bezeichnenderweise verzeichnen Anbieter von dem noch teureren individuell vergebenem Mezzanine eine hohe Nachfrage.

Einige Anbieter des standardisiert vergebenem Mezzanine-Kapitals, die Commerzbank, Deutsche Bank und IKB haben sich darauf eingestellt, dass Hybridkapital erst einmal auf die eigenen Bücher zu nehmen. Andere wie HSBC geben das Kapital erst dann an die Mittelständler, wenn das Geld über eine Verbriefung eingesammelt ist. HSBC will in diesem Frühjahr ein Programm platzieren.

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