Standardisierung trägt zu Erfolg des Mezzanine-Kapital bei
Auch kleine Firmen erhalten Zugang zum Kapitalmarkt

Mit einer Eigenkapitalquote von durchschnittlich 7,5 Prozent beziehungsweise 16 Prozent bei mittelständischen Kapitalgesellschaften liegt Deutschland weit unter den Durchschnittwerten des Euroraumes mit rund 35 Prozent und den USA mit etwa 45 Prozent.

Die niedrige Eigenkapitalausstattung führt tendenziell dazu, dass ein Unternehmen eine schlechtere Rating-Note und so schlechtere Kreditkonditionen oder gar eine zunehmende Restriktivität bei der Kreditvergabe hinnehmen muss. Deshalb ist für viele Unternehmen die Verbesserung der Eigenkapitalquote eine wichtige finanzpolitische Zielsetzung.

Der Börsengang ist für die meisten mittelständischen Unternehmen kein gangbarer Weg bei der Umsetzung dieser Zielsetzung. Dafür gibt es mehrere Gründe: Ein Börsengang geht mit einem gewissen Kontrollverlust des Unternehmens einher, die einmaligen und vor allem laufenden Kosten einer Börsennotierung sind für viele Unternehmen zu hoch, und angesichts des typischen mittelständischen Kreditportfolios eignen sich nur die Unternehmen für einen Börsengang, deren Rating-Note nicht schlechter als BBB- ist.

Mithin bleiben nur die klassischen Wege der Eigenkapitalstärkung. Laut einer Studie der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) aus dem Jahr 2002 wollen 55 Prozent aller Unternehmen ihre Eigenkapitalbasis stärken. Im Vordergrund stehen dabei die Instrumente der Gewinn-Thesaurierung, der Erhöhung der Gesellschaftereinlagen und der Mezzanine-Finanzierung. Beteiligungskapital wurde dagegen nur von wenigen Unternehmen als gangbarer Weg der Eigenkapitalstärkung angesehen. Letzteres dürfte vor allem darauf zurückzuführen sein, dass die Unternehmen in aller Regel nicht den Einfluss Dritter auf die Geschäftspolitik hinnehmen wollen und auch dessen Exit-Szenario eines Trade-Sales ablehnen.

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